Rund 60 Notrufe bei der Polizei wegen Unwetter auf der Ostalb

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51-Jähriger in Fachsenfeld wird verletzt.
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Bäume landen auf Straßen und Schienen. Bahnverkehr war teilweise gesperrt. 

Ostalbkreis. Erneut ist ein Gewitter über die Ostalb gezogen. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor schweren Sturmböen, Starkregen und Hagel. Gegen 16 Uhr am Dienstag hieß es in manchen Teilen des Kreises Land unter. Der Ostalbkreis kam bei dem schweren Gewitter laut Aussagen der Polizei jedoch glimpflich davon. Insgesamt gingen beim Polizeipräsidium Aalen 57 Notrufe aus dem Ostalbkreis ein, 51 aus dem Rems-Murr-Kreis und acht aus dem Kreis Schwäbisch Hall.

Es handelte sich überwiegend um umgestürzte Bäume, überflutete Keller, umgestürzte Bauzäune oder mit Erdreich oder Geröll verunreinigte Straßen, berichtet die Polizei. Die Feuerwehren und Straßenmeistereien waren flächendeckend im Einsatz. Zeitweise waren durch querliegende Bäume Straßen nicht passierbar.

In Aalen, Wasseralfingen, Abtsgmünd, Lauchheim und Ellwangen mussten Bäume entfernt werden, die auf die Fahrbahn gestürzt waren. Sachschaden entstand hierbei keiner. Außerdem wurden mehrere Wahlplakate verweht und in der Weilerstraße eine Dixi-Toilette auf die Fahrbahn geschleudert, so die Polizei weiter.

Pünktlich zum EM-Achtelfinale erreichte das THW Ellwangen eine Alarmierung wegen eines Sturmschadens an einem Gebäude.

In Lindach, Wetzgau, Rechberg, Großdeinbach und der Innenstadt galt es, nach heftigen Windböen Bäume von der Straße zu entfernen, berichtet der Gesamtkommandant. Die sieben Einsätze seien schnell erledigt gewesen.

Verletzte nach Unfällen

Auf der Kreisstraße zwischen Lippach und Killingen kam gegen 16.40 Uhr zu einem Auffahrunfall mit einer leichtverletzten Person. Ein 55-Jähriger musste sein Auto anhalten, weil ein Baum auf der Straße lag. Dies erkannte die 18 Jahre alte Fahrerin hinter ihm zu spät und fuhr auf das stehende Fahrzeug auf. Der 55-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt, so die Polizei. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Zur Beseitigung des Baumes war die Freiwillige Feuerwehr Ellwangen mit einem Fahrzeug und fünf Einsatzkräften vor Ort.

Ein 51-jähriger wurde gegen 16.30 Uhr bei einem Unfall zwischen Waiblingen und Fachsenfeld verletzt. Der VW-Fahrer fuhr während des Gewitters in Richtung Fachsenfeld. Laut Polizeiangaben flogen wohl unmittelbar vor Ortsbeginn mehrere herabstürzende Äste auf das vorbeifahrende Fahrzeug. Bei dem Unfall wurde der Mann verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden. Der Schaden an seinem Auto beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Neben dem Rettungsdienst war auch die örtliche Feuerwehr im Einsatz.

Umgestürzter Baum am Schimmelberg.

Bahnverkehr eingeschränkt

Gegen 17.30 Uhr war dann der Bahnverbindung zwischen Ellwangen und Aalen gesperrt Grund dafür waren laut Polizei mehrere umgestürzte Bäume zwischen Schwabsberg und Saverwang, die teilweise die Oberleitungen beschädigten. Die örtliche Feuerwehr war dort im Einsatz. Verletzte gibt es nach derzeitigem Informationsstand keine. Die Sperrung wurde gegen 19 Uhr aufgehoben. Wie die Bahn auf ihrer Webseite mitteilt, kam es bis in den Abend hinein zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und Crailsheim zu Verspätungen und Zugausfällen.

„Das Unwetter ist aus dem Westen Richtung Rems-Murr-Kreis in Richtung Ostalb gezogen“, teilt ein Sprecher der Polizei am Nachmittag mit. Die ersten Meldungen seien aus dem Rems-Murr-Kreis bei der Polizei eingegangen. Die Einsatzkräfte mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, da in vielen Teilen des Ostalbkreises Äste und Bäume auf die Fahrbahn stürzten.

Ein umgestürzter Baum in Himmlingen

Baum stürzt im Rems-Murr-Kreis auf ein Auto

Bei dem Gewitter zwischen Bittenfeld und Weiler zum Stein (Rems-Murr-Kreis) fiel bei einem Waldstück ein Baum auf einen vorbeifahrendes Auto. Ein Passant hatte gegen 15.30 Uhr auf dem dortigen Feldweg den Unfall bemerkt und anschließend die Rettungsdienste über Notruf informiert. Bei dem Unfall wurde die 34-jährige Peugeot- Fahrerin vermutlich schwer verletzt. Das teilt die Polizei mit. Sie wurde noch am Unfallort notärztlich versorgt. Sie als auch ihre beiden Kinder im Alter von 1 und 3 Jahren, die auch mit im Fahrzeug saßen, wurden anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Am Auto entstand Totalschaden. Beim Rettungseinsatz war die örtliche Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften sowie Rettungsdienste mit drei Fahrzeugen im Einsatz. 

In Schorndorf ist am Dienstagabend eine Frau beim Spazieren in die Rems gestürzt, nachdem sie auf glitschigem Weg ausgerutscht ist. Die Frau konnte sich noch an Sträuchern festhalten um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden und wurde von einem Passanten gerettet. Die Frau lieb aber nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei unverletzt.

Schwäbisch Hall: Motorschaden in überfluteter Unterführung

Die Feuerwehren waren im Landkreis Schwäbisch Hall vielerorts im Einsatz. Aus polizeilicher Sicht gab es jedoch keine größeren Einsätze - bis auf einen: Ein 33-Jähriger fuhr kurz vor 18 Uhr mit seinem Auto in eine überflutete Unterführung. Das Fahrzeug blieb dann vermutlich Folge eines Motorschadens in der Unterführung stehen. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen und zehn Wehrleuten im Einsatz um den Mann und seine Begleitung aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Auch das Auto wurde von der Feuerwehr geborgen.

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