Urlaubsträume nach Hause geholt

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"Unser Garten – so schön wie nie." Sonja und Helmut Funk in Oberkochen finden das Glück in ihrem Garten. Pflanzen aus der Region und aus vielen Urlaubsregionen.

Oberkochen

Dieser Garten ist nicht nur schön wie nie, er wird auch zum Urlaubsparadies wie nie zuvor: "In diesem Sommer fahren wir nicht weg, genießen unseren Garten und können dort einfach abschalten, sagt Sonja Funk aus Oberkochen. Im Stadtteil Heide hat sie sich zusammen mit ihrem Mann Helmut Funk ein kleines Paradies geschaffen, das "von Jahr zu Jahr schöner wurde".

Für Sonja Funk, die aus beruflichen Gründen von Nördlingen nach Oberkochen gezogen ist und der Stadt der Türme und Fachwerkhäuser immer noch ein wenig nachtrauert, hat dieses Kleinod vor dem Haus deshalb ganz besondere Bedeutung. "Viel gearbeitet" hat das Paar in den drei Jahrzehnten im Garten. Inzwischen nehmen sich Sonja und Helmut Funk die Sommermonate "frei". "Rasenmähen und genießen" sind angesagt. Das nicht nur bei Tag. An lauen Sommerabenden lässt es sich am beleuchteten Teich noch lange aushalten.

"Grüner Daumen"

Doch der Reihe nach: Beim Start Ende der 1980er-Jahre "war der Garten in einem nicht sehr ansehnlichen Zustand", erinnert sich die Gärtnerin, der Familie und Freunde einen "grünen Daumen" bescheinigen. Helmut Funk kümmerte sich um die bauliche Umgestaltung, um Teich und Bachlauf, Wege und Beete wurden angelegt. Nicht ganz einfach war es, bis in die Tiefe von 1,40 Metern für den Teich zu graben. Den Aushub nutzte Helmut Funk gleich für eine kleine Anhöhe, wie geschaffen für ein Bächle, das in diesem Fall mit Wasser aus einer Amphore gespeist wird. Dass der Garten grünt und blüht, dafür engagierte sich Sonja Funk vom ersten Tag an. "Nur ein Maulbeerbaum wurde vom Vorgänger übernommen, vieles neu gesetzt und gepflanzt." Gestaltungselement ist eine Pflanzwand, die Windschutz für die Terrasse bietet, aber auch Bienen und vielen weiteren Insekten einen Ort zum Wohlfühlen verschafft.

Sonja Funk achtet bei den Blumen auf duftende Blüten und zitiert ein altes persisches Sprichwort: "Pflanzendüfte sind wie Musik für unsere Sinne." Deshalb haben Stammrosen ihren Platz. Fürs Auge sind Funkien, Blauregen, Goji-Beeren, Küchenschelle, Edelweiß und Pfingstrosen, auf Hortensien und Hibiskus möchte sie nicht verzichten.

Optischen Halt erfährt der Garten durch die Bäume. Apfel, Pflaume, Mirabelle und Quitte stehen in der Pracht, auch die japanische Zierkirsche. Wie ein Fels in der Brandung steht der schwarze Maulbeerbaum, in dem sich zugleich der Ursprung des Bachlaufs versteckt. Um die Ecke warten ganz andere Genüsse: Johannisbeeren und Stachelbeeren lassen sich jetzt bald ernten und am Geländer zum Kellerabgang hält sich ein Brombeerstrauch fest, dessen Früchte jetzt heranreifen.

Jetzt sind Rasenmähen und Genießen angesagt.

Sonja Funk

Aus aller Welt

Bei aller Gartenarbeit hat es die Familie nie versäumt, im Sommer andere Länder zu bereisen. "Dort hielt ich immer Ausschau nach Blumen und Pflanzen, die in meinen Garten passen könnten", sagt Sonja Funk. "So fühlen sich außer der heimischen Flora unter anderem auch einige Pflanzen aus Marokko, Südafrika, China, aber auch ein kleiner Olivenbaum aus der Toskana oder eine Palme vom Lago Maggiore sehr wohl." Ein Glück für Sonja und Helmut Funk, denn so macht sich Urlaubsstimmung im heimischen Garten breit und das ist in diesem Sommer ganz besonders von Bedeutung. Beide schätzen nicht nur den Blick von der Terrasse in den Garten, sondern finden dort immer neue Überraschungen. Vor allem durch die Tierwelt. Vogelhäuschen im Garten sind bewohnt, Amsel, Rotkehlchen und weitere Vögel bevölkern den Ort. Sonja Funk sitzt auch gerne tagsüber am Teich, kann dort den Flug der Libellen beobachten. Und sie sieht von hier aus auch auf so manche Buchsbäumchen. Die haben ihr in den vergangenen Jahren wegen des Buchsbaum-Zünslers oft Kummer bereitet. Sie hat schon fast an ihrem grünen Daumen gezweifelt.

Voll Natur

Doch in diesem Jahr ist der Spuk vorbei, die Buchsbäumchen behaupten sich wie früher. Ob die Vögel die Raupen dezimieren oder die sanften Mittel gegen den Zünsler geholfen haben, ist offen. Sicher ist für Sonja Funk: "Ich verwende im Garten nie ein Gift gegen Schädlinge, bei uns ist alles Natur."

Bilder und Geschichten zur Gartenserie können Sie bis einschließlich 17. Juli einsenden an redaktion@sdz-medien.de unter dem Stichwort "Unser Garten". Unter den Teilnehmern werden Preise im Wert von mehr als 1750 Euro verlost.

Sonja Funk hat zusammen mit ihrem Mann Helmut Funk jeden Quadratmeter des Gartens in ein Paradies verwandelt.
Auch in den Abendstunden ein Ort zum Verweilen.
Da fühlt sich auch die Tierwelt zuhause.

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