„Vergessenen Menschen“ zu helfen als Arbeitsalltag

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Florian Heusel ist Leiter des Caritas-Dienstes „Berufliche Integration“. Er kümmert sich um Frauen und Männer, die Probleme mit dem Arbeitsmarkt haben. Foto: privat

Der Caritas-Dienst „Berufliche Integration“ setzt sich im Ostalbkreis für langzeitarbeitslose Menschen und deren Probleme ein.

Aalen

Was soll ich machen? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die seit vielen Jahren keinen Job mehr haben, zu den so genannten „Langzeitarbeitslosen“ gehören. Von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr scheint es schwieriger zu werden, wieder Fuß zu fassen auf dem Arbeitsmarkt.

Der Caritas-Dienst „Berufliche Integration“ kümmert sich um Frauen und Männer, die aus verschiedensten Gründen in dieser Spirale gelandet sind. „Vergessene Menschen“ nennt sie Florian Heusel, Leiter der Beruflichen Integration.

Es ist nicht nur ein Problem, das diese Frau in die Knie zwingt. Der Partner hat sie verlassen, die Alkoholsucht ist wieder aufgeflammt, Krankheiten machen ihr zu schaffen und in weiterer Folge die Arbeitslosigkeit. „In unseren Beratungsgesprächen arbeiten wir die Probleme nacheinander auf“, erklärt Florian Heusel. Kleine und größere Erfolge verzeichnen die Mitarbeitenden der Caritas. Gemeinsam mit den Jobcentern tun sie alles dafür, dass die „vergessenen Menschen“ wieder Fuß fassen und ein geregeltes Leben führen können.

Der Bedarf „ist riesig“

Dass diese Alltagsstruktur äußerst wichtig ist, diese Erfahrung kennt Florian Heusel bestens. Deshalb bietet die Caritas zudem in verschiedenen Diensten die Möglichkeit mitzuarbeiten. „Das sind die klassischen 1-Euro-Jobs“, führt Florian Heusel aus. Frauen und Männer kommen beispielsweise Tag für Tag in die Dienststelle der Caritas in der Kochertalstraße. Dort ist die Basis der beliebten Stromspar-Checks. Ausgebildete Stromspar-Helfer gehen von dort aus in einkommensschwache Haushalte und prüfen, wo Energie gespart werden könnte. „Der Bedarf ist momentan riesig“, so Heusel. Außerdem findet sich in der Kochertalstraße der Möbel-Dienst. Mit einem Lastwagen fahren langzeitarbeitslose Menschen in die Haushalte, um dort gut erhaltene Möbel abzuholen. Auch in der Weidenfelder Straße 12 findet sich im c-Punkt ein kleines Möbellager.

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