Verschnaufpause beim Gelbe-Säcke-Engpass

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Auch die Ostalb-Gesellschaft GOA ist von den Lieferproblemen der Hersteller betroffen.

Mögglingen. „Das Problem ist erst mal entschärft“, blickt Harald Wanner zurück auf eher stressige Wochen. Als Prokurist ist er bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft GOA zuständig für Logistik und Vertrieb und war deshalb hautnah befasst mit einem bundesweit virulenten Thema: Es gibt Lieferschwierigkeiten bei den „Gelben Säcken“.

Die Ostalb-Bürger haben das am eigenen Leib gespürt. Auf manchen Wertstoffhöfen, in etlichen Rathäusern oder auch bei GOA-Agenturen haben sie umsonst gefragt nach den durchsichtigen Hüllen, in denen Verpackungsmaterial fürs Recycling gesammelt werden soll. Manche hatten zwar so viel Rollen vorrätig, dass der Notstand an ihnen vorbei gegangen ist. Für viele andere war da guter Rat teuer. Wohin mit den Verpackungen?

„Die GOA war ebenso betroffen“, blickt Harald Wanner zurück. Schon im März war Nachschub bestellt worden. Die dazu gehörige Hauptlieferung sei immer noch nicht eingetroffen. „Wir hoffen auf Ende Mai, Anfang Juni“, sagt Wanner. Der Hersteller in Spanien begründe die Probleme damit, dass Rohstoffe für den Kunststoff HDTE nicht ausreichend zur Verfügung stünden.

Nach gefühlt ewig langen zwei Wochen, in denen die GOA überhaupt keine Gelben Säcke mehr verteilen konnte, kann das Team jetzt erst mal durchschnaufen. Es ist der Abfallwirtschaftsgesellschaft gelungen, „dank eines guten Netzwerks“ rund 500 000 Rollen mit Gelben Säcken zur Überbrückung zu bekommen. Diese wurden am Ende der vergangenen Woche angeliefert und werden nun seit Montag verteilt - zuerst an die Rathäuser und Wertstoffhöfe, dann an die Agenturen. „Inzwischen müssten alle wieder ausgestattet sein, schätzt der Leiter Logistik und Vertrieb die Lage ein.

Bundesweit hätten andere Gesellschaften dieselben Probleme, beobachtet Harald Wanner. So seien in manchen Regionen mittlerweile jede Art von transparenten Säcken zur Sammlung von Recycling-Verpackungen zugelassen, um den Engpass zu überbrücken. „So weit mussten wir zum Glück nicht gehen.“ Harald Wanner hofft nun, dass die mit der Sonderlieferung erreichte Verschnaufpause ausreicht, bis die längst überfällige Hauptlieferung bei der GOA eintrifft. Anke Schwörer-Haag

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