Das Faschingsküchle

Vielleicht schon eine Erfindung der Römer

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Ein Gebäck mit Tradition. Die reicht vielleicht bis zu den Römern zurück. Sie sollen schon Bällchen aus Hefeteig frittiert haben. Vielleicht sogar hier in der Region, südlich des Limes. Als sicher gilt, dass Fasnetsküchle ab dem späten Mittelalter gebacken wurden.

Ein Gebäck mit Tradition. Die reicht vielleicht bis zu den Römern zurück. Sie sollen schon Bällchen aus Hefeteig frittiert haben. Vielleicht sogar hier in der Region, südlich des Limes.

Als sicher gilt, dass Fasnetsküchle ab dem späten Mittelalter gebacken wurden. Schließlich beginnt an Aschermittwoch die Fastenzeit. Davor wurde noch einmal richtig gefeiert. Am schmutzigen Donnerstag war in vielen Regionen letztmals Schlachttag. Dabei wurde viel Fett gewonnen. Damit dies nicht zu schnell verdirbt, verwendete man es, um besonders fetthaltige Mahlzeiten und Gebäcke auf den Tisch zu bringen. Auch der Vorrat an Eiern sollte aufgebraucht werden, die gönnte man sich in der Fastenzeit nicht.

Vor dem Aschermittwoch war Zeit, sich noch einmal richtig satt zu essen und Energie für die bevorstehende Zeit zu sammeln. Faschingsküchle waren ideal dafür, aber auch andere, Zucker- und Milchprodukte, die es bis Ostern nicht mehr geben sollte, standen auf dem Speisenplan. Eine Tradition, die Klöster und Stadtverwaltungen den Bürgern vorlebten und vorgaben.

Verändert hat sich wohl die Form der Faschingsküchle, die regional auch als Krapfen bekannt sind. Sie hatten ursprünglich verschlungene krallenähnliche Spitzen. Ein anderes Wort für Kralle war "Krapfe". Das Gebäck sollte mit den verschlungenen Spitzen dazu dienen, die Menschen vor bösen Hexen und Geistern in der kalten Jahreszeit zu schützen. kust

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