Von Ei bis Öl: Das gehört in den Notvorrat

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Diese Tafel zeigt, was alles in einen Zehn-Tage-Notvorrat an Lebensmitteln gehört. Die Mengen sind dabei für eine Person berechnet. Grafik: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Sichere Lebensmittelversorgung für alle Krisenfälle: Das Regionalvermarkterportal des Ostalbkreises bietet Tipps, was man einlagern sollte und wie man sicher einkauft bei der heimischen Landwirtschaft.

Aalen

Volle Regale in den Lebensmittelgeschäften sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Im Ostalbkreis arbeiten jeden Tag mehr als 2000 Landwirtsfamilien auf dem Feld und im Stall, um unsere Versorgung mit hochwertigen Grundnahrungsmitteln sicherzustellen. Doch was ist, wenn man - zum Beispiel wegen Quarantäne - nicht aus dem Haus darf, um im Supermarkt einzukaufen? Für solche Fälle sollte ein Notvorrat vorhanden sein.

Produkte der heimischen Landwirtinnen und Landwirte sind in den Hofläden, an den Verkaufsautomaten der Direktvermarkter, auf den Bauern- und Wochenmärkten, aber auch in den Regalen einiger Supermärkte erhältlich. „Insbesondere in Pandemiezeiten bietet sich die kontaktlose Rund-um-die-Uhr-Selbstbedienung auf dem Bauernhof, an der frischen Luft und abseits großer Menschenansammlungen an“, heißt es aus aktuellem Anlass in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Lebensmittel direkt vom Erzeuger: Inzwischen gebe es mehrere Bauernhöfe im Ostalbkreis, bei denen man jederzeit 24 Stunden täglich und sieben Tage in der Woche einkaufen kann. Bürgerinnen und Bürger hätten somit auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten, zum Beispiel am Wochenende, die Möglichkeit, eine Vielzahl frischer, qualitativ hochwertiger und gesunder Lebensmittel direkt vom heimischen Erzeuger zu kaufen, wirbt der Landkreis.

Ob Frischmilch, Eier, Wurstdosen, Nudeln, Marmelade, Frischfleisch, Backwaren, Kartoffeln, Apfelsaft oder „Der gute Brand von der Ostalb“ von der Streuobstwiese, das Angebot ist vielfältig.

Lebensmittelvorrat für Notfälle: Aber wie sieht es im Krisenfall mit der Ernährungsvorsorge aus? Zum Beispiel bei Hochwasser, Stromausfall, Sturm oder Pandemie? Zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung im Krisenfall hat die Bundesrepublik Deutschland Grundnahrungsmittel als Notreserve eingelagert. Zusätzlich wird laut Landratsamt jedem Bürger empfohlen, einen persönlichen Notvorrat an Lebensmitteln und Getränken anzulegen. Dieser sollte zehn Tage lang reichen.

Welche Lebensmittel sind geeignet? Bedenken sollte man, dass bei einem Stromausfall weder Kühltruhe noch Herd funktionieren. Der Notvorrat besteht deshalb vor allem aus länger lagerfähigen Lebensmitteln, die nicht gekühlt werden müssen. Geeignet sind zum Beispiel Trockenvorräte, Konserven, lagerfähiges Obst und Gemüse, Trockenfrüchte und mindestens zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag.

Verbrauchertipps und regionale Produkte: Auf der Seite Verbrauchertipps im Regionalvermarkterportal www.regionalvermarkter-ostalb.de gibt es nützliche Informationen zum Einkauf regionaler Lebensmittel und zum persönlichen Notvorrat. „Verbraucherinnen und Verbraucher können damit auch in Krisenzeiten regional und nachhaltig einkaufen und gleichzeitig die Landwirte der Ostalb unterstützen“, wirbt das Landratsamt Ostalb.

  • Tipps: Die Vorratsmenge kalkulieren - was zählt?
  • Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kann mit dem sogenannten Vorratskalkulator der Bedarf für die ganze Familie berechnet werden.
  • Zu finden unter www.ernaehrungsvorsorge.de
10-Tage-Notvorrat,

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