Der Reiseblog von Lisa und Chris

Von Italien nach Kroatien und gestrandet in Slowenien, Tag 9

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Chris im Zug. Von Italien nach Koratien geht es über Slowenien..

Divača. Lisa und Chris, zwei 18-jährige Schüler, reisen mit dem Interrail-Ticket durch Europa. In diesem Reiseblog berichten die zwei von ihrer Tour.

Nachdem starken Sturm und einer doch etwas unruhigeren Nacht, sagten wir am frühen Nachmittag „Arrivederci“ Italien und „Dobrodošli“ Kroatien. Los ging es zu unserem schwer zu ergatterndem Campingplatz in Pula. Unser Zug fuhr gegen 14 Uhr von Venezia Mestre ab. Bevor es in den Zug ging, stand noch einmal ein Einkauf auf der to-do-Liste. Vor dem Geschäft sprach uns ein Security-Mann auf italienisch an und bat uns, beim Betreten des Geschäftes die Rucksäcke abzulegen. Er hatte Angst, dass wir etwas klauen. Sogar die Mini-Bauchtaschen sollten wir am Eingang ablegen. Anscheinend hat das Geschäft schlechte Erfahrungen mit Backpacker gemacht. Der Sicherheitsmann wich beim Einkauf nicht von unserer Seite. Für neun Euro kauften wir zwei Äpfel, ein paar Snacks und Wasser.

Interrail: Planung ist alles

Dann ging es zum Hauptbahnhof. Erst einmal ging es 1,15 Stunden zum Bahnhof Cervignano-Aquileia-Grado. Pünktlich nach 1,44 Stunden erreichten wir Divača in Slowenien. Tja. Irgendwo bei der Reiseplanung hatten wir nicht aufgepasst, denn aus unserer Nachtfahrt nach Kroatien wurde nichts. Der nächste Zug nach Pula fuhr erst am nächsten Morgen um 8 Uhr. Also mussten wir erneut eine Unterkunft suchen – dieses Mal in einem slowenischen Dorf.

Gleich im ersten Hotel meinte der Besitzer, ganz Divača sei ausgebucht. Das konnte durchaus möglich sein, schließlich gilt der Ort als Eisenbahnknotenpunkt. Dort könnten mehrere Backpacker gestrandet sein. Dennoch bot er uns für 80 Euro noch ein Zimmer an. Das hätte erneut unser Budget gesprengt, also suchten wir weiter. So ganz ausgebucht war der Ort dann doch nicht. Ein anderes Hotel verlangte 60 Euro für ein Zimmer. Uns war das auch noch zu teuer. Die Idee, einfach mal auf einer Parkbank zu nächtigen, ließen wir wieder fallen, als es doch am Abend etwas schattig wurde. Da Hotel Nr.1 direkt am Bahnhof lag, schmiedeten wir einen etwas dreisten Plan. Wir wollten einfach an der Rezeption sitzen und dort die Nacht zumindest im Warmen und Trocken verbringen. Der Mann an der Rezeption schmiss uns nicht raus, sondern bot uns ein Zimmer für 42 Euro und einen Tee an. Lerne: Es gibt also doch noch sehr nette Leute oder zumindest einen Spielraum bei der Preisgestaltung für ein Hotelzimmer.

Entspannung. Chris im Zug.

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