#jewawi - Jetzt wander wir

Von Oberkochen über den Rodstein nach Ebnat

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Chefredakteur Lars Reckermann auf dem Rodstein.

Ostalb. Kleines Jubiläum für die Videoreihe #jewawi. Die Abkürzung steht für "JEtzt WAndern WIr". Chefredakteur Lars Reckermann und seine Frau erwandern sich die Ostalb. Im zehnten Teil der Serie sind sie von Oberkochen auf den Rodstein gewandert und dann weiter nach Ebnat zur Wald- und Wallfahrtskapelle Maria Eich.

Ich muss gestehen, meine Frau zuckt jedes Mal zusammen, wenn ich für unsere Wanderreihe (hier gibt es alle Teile) die Videokamera einschalte. So richtig warm geworden ist sie mit dem Format noch nicht. Zumal, wenn ich für meine Wanderung die klassischen Wege verlasse und meine todsicher geglaubten Abkürzungen im Dickicht der Ostalb-Wälder enden wie in Neresheim.

Erst einmal kommen Höhenmeter

Dieses Mal war es ähnlich. Zwar gab es keine Abkürzung, aber den Hinweis, „nur zu Beginn gehe es hoch hinauf“, hätte ich wohl verdeutlichen müssen. Bei unserem Marsch zum Rodstein wusste ich ja, dass wir anfangs Höhenmeter machen mussten. 350 Höhenmeter auf 1,8 Kilometer waren aber dann doch für uns eher unerfahrene „Alpinisten“ eine Herausforderung. Die Blicke meiner Frau … so viele Rosen gibt es auf der Ostalb nicht zu kaufen.

Fangen wir aber am Start an. Für 2,90 Euro pro Person ging es erst einmal mit der Bahn vom Aalener Bahnhof zum Bahnhof Oberkochen. Wer den Bahnhof verlässt, hält sich rechts und biegt dann auf den Kapellenweg ein. Google oder in unserem Fall die App Komoot (kostenpflichtig) sind gute Wanderführer. Der Alpverein hat die Wege zudem ebenfalls gut beschildert. Spätestens als mir die App den Weg mit „schwierig“ markierte, hätte ich aber hellhörig werden müssen. Hätte, hätte Fahrradkette.

Das erste Ziel, die Josefskapelle, bietet einen ersten netten Blick auf Oberkochen. Was dann folgte waren nur noch stechende Blicke meiner Frau. Es geht bergauf, durchaus sportlich wie bereits erwähnt. Der etwas nasse und dadurch rutschige Boden sorgte an unserem Wandertag, sagen wir mal, für weiteren Konfliktstoff. Meine Sprüche („hopp, hopp“; „es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung“ oder „ich sagte ja, nimm Stöcke mit“) heizten die Situation zusätzlich an. Dass ich meiner besseren Hälfte dann auch immer wieder die Kamera ins Gesicht hielt, war quasi die Kirsche auf der Sahne oder besser die Tollkirsche. Es geht wirklich steil in die Höhe. Feste Schuhe, Stöcke, sind dringend zu empfehlen.

Vesper mit Blick ins Tal

Blick vom Rodstein auf Oberkochen

Auf dem Rodstein angekommen und eine kurze Vesper absolviert, sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Sowieso sieht die Welt, sieht die Ostalb, sieht Oberkochen vom Rodstein aus fantastisch aus. Ein Toller Blick über das Tal, ausreichend Bänke zum Verweilen… schnell waren die Strapazen des Aufstiegs vergessen.

Von da an geht es meist sanft bergab, vorbei an den Windrädern, vor allem über Schotterwege. Der Wald pumpt genügend frische Luft in die Lungen, das Härtsfeld zeigt sich dort oben von seiner idyllischen Seite. Uns fiel auf, dass selbst die Wegmarkierungen noch keine einheitliche Schreibweise von Rodstein oder Rotstein haben. Es sind beide Schreibweisen zu finden, aber man weiß ja, was gemeint ist.

Die App half uns an einigen Wegkreuzungen, wo uns nun nicht bewusst war (vor allem im Bereich der Windräder), ob wir nun links oder geradeaus weitergehen müssen. Nach etwa sieben Kilometern hatten wir Maria Eich erreicht. Kurze Pause, dann ging es weiter in die Dorfmitte zur Bushaltestelle und zurück zum ZOB nach Aalen.

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