Was die Spende des Landratsamts in Afrika bewirkt

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Das Lycee Klaus Pavel

68 000 Euro haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Verein Hilfe für Togo gespendet.

Aalen. Noch zur Zeit des ehemaligen Landrates Klaus Pavel organisierte der Personalrat des Landratsamts mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Spendenaktion. Anfang des Jahres 2020 konnte der Verein Hilfe für Togo eine Spende von mehr als 68 000 Euro entgegennehmen. Die Mitarbeiter haben das Entgelt aus unzähligen Überstunden gespendet, um den Bau einer Schule in Togo zu finanzieren.

Lycee in Notze ausgewählt

Ausgewählt wurde ein Lycee in Notze, in dem weit über 1000 Schüler unterrichtet werden. Für die gesamte Schule gab es kein WC und für die Schüler der Oberstufe nur ein Behelfsbau, der nicht wetterfest war. „Ein Hauptkriterium für den Zuschlag von uns war das außerordentliche Engagement der Schulleitung und der Schüler. Schon vor einiger Zeit wurde an der Schule eine Umwelt AG gegründet. Dabei haben die Schüler in einer Pflanzaktion über 1000 Bäumen gepflanzt und jeder Schüler hat für einen Baum die Patenschaft übernommen und ist für die Pflege und Bewässerung zuständig“, schreiben die Vereinsmitglieder in einer Mitteilung.

Auch die Quoten für bestandene Abiturprüfungen seien an der Schule überdurchschnittlich hoch. Besonderes Augenmerk werde auch auf die Bildung von Mädchen gelegt, was in Togo nicht selbstverständlich sei. „Sehr wichtig war für uns auch, dass 50 Prozent der Lehrkräfte weiblich sind.“

„Mit der Spende wurden die Möbel und ein separates Sanitärgebäude finanziert. Der restliche Betrag von über 8000 Euro wurde für die Erweiterung des ABCN-Ausbildungszentrums um eine Schneiderei mit 16 Ausbildungsplätzen verwendet“, teilt der Verein mit. Bei der Togoreise im November wurde dieses „Juwel“, wie die Schule vom Direktor genannt wurde, eingeweiht. Der Direktor sagte: „Wir haben um Hilfe gerufen – in Deutschland, im Ostalbkreis wurde unser Weinen gehört.“

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