Was in Veras Milchmanufaktur entsteht

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Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
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Vera Weber (24) hat ihren Job in Stuttgart gekündigt und ist zurück aufs Land, nach Lautern, gezogen. Dort stellt sie nun Kuhmilch- und (bald) Ziegenkäse her. Ein Besuch.

Was in Veras Milchmanufaktur entsteht

Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
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Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet.
Vera Weber hat in Lautern eine Milchmanufaktur eröffnet. © OLIVER GIERS

Heubach-Lautern. Alles begann mit einem Glühweinkocher. Damit startete Vera Weber ihre ersten Versuche. In der Glühweinherstellung? Falsch geraten. Im Käsen! Ein Jahr ist seit diesem Test vergangen. In ihren Lager- und Reiferäumen gibt's nun Weich-, Raclette-, Grill- und Blumenkäse und Joghurt aus Milch von Lauterner Kühen. Keine Sorge: Im Glühweinkocher stellt die 24-Jährige diese nicht mehr her. Die Öl- und Spülkammern auf dem Gelände des Milchhofs Rosenstein, der Betrieb ihrer Eltern und Brüder, wurden Anfang des Jahres ausgebaut – und die junge Frau startete mit „Veras Milchmanufaktur“ in die Selbstständigkeit.

Veras Käsereich

Käse machen, das ist eine Kunst für sich. Gelernt hat Vera diese auf Almen und auf dem Rattstadter Milch- und Käsehof. „Hier ist aber alles etwas kleiner“, sagt die 24-Jährige, die in Stuttgart Steuerprüfungswesen studiert hat. Auf 25 Quadratmetern befindet sich Veras Käsereich. Dort wird der Käse mit der „Harfe“ durchschnitten, dort werden die bis zu sechs Kilogramm schweren Laibe täglich gewendet und befeuchtet.

Zurück in die Heimat

Mit 24 Jahren von Stuttgart zurück aufs Land, den Job in einem Steuerbüro gekündigt – das ist ein großer Schritt für einen jungen Menschen. „Mein Job hat mir nicht so richtig Spaß gemacht“, sagt Vera. Ihr Vater habe ihr gezeigt, dass es eine zweijährige Ausbildung zur Fachagrarwirtin für handwerkliche Milchverarbeitung gibt. Das reizte sie. „Ich habe lange überlegt, ob ich die Weiterbildung machen soll“, gibt Vera zu, die blonde Locken und ein ansteckendes Lächeln hat. Schließlich habe sie drei Jahre studiert und ein Jahr gearbeitet. Doch es zog sie zurück nach Lautern und sie begann mit der Weiterbildung.

Mit dem Wägelchen unterwegs

Die Zeiten im Büro sind für Vera vorüber. Sie ist fast täglich auf Achse. Mit ihrem weiß-blauen Wägelchen tuckert sie auf die Wochenmärkte nach Böhmenkirch und Iggingen. Auch auf dem Hof der Familie gibt's Käse & Co. zu kaufen.

Der Grund für ihre Selbstständigkeit? „Ich fand es einfach schade, dass wir so wenig aus unserer Milch machen, diese an die Molkerei abliefern und keinen Einfluss mehr auf den Preis haben.“ Denn Landwirte bekommen zu wenig Geld für die Milch, wie die 24-Jährige sagt. Die Konsequenz: „Man muss entweder immer mehr Kühe haben oder in die Direktvermarktung einsteigen, dass man davon leben kann.“

Doch Vera wäre keine echte Direktvermarkterin, wenn sie nur die Milch der 140 Kühe auf dem Hof ihrer Eltern nutzen würde. Auf zwei Weiden zwischen Heubach und Lautern leben insgesamt 30 Ziegen und ein Bock. Sie gehören Vera und ihrem Freund Martin Heinzmann (28). Er ist der „Ziegenpeter“. Zweimal am Tag schaut er nach Luna, Karamell, Pauline, Becky, Wolke, Oscar und weiteren deutschen Edelziegen.

Martin, der „Ziegenpeter“

„Es sind faszinierende Tiere“, sagt Vera. Und zutraulich sind sie auch (zumindest bei den beiden). Wenn der „Ziegenpeter“ sie mit „Kommat, komm“, lockt, versammeln sie sich um das Paar. Streicheleinheiten dürfen da nicht fehlen.

Oscar, der Bock, hat im Moment viel zu tun. Denn es ist Brunst. Wenn alles klappt, bekommen die Mädels, die seit Juni auf der Weide sind, im kommenden Frühjahr Nachwuchs – und Vera kann Ziegenkäse machen. Aber erst sind die Zicklein dran. „Drei Monate sollen sie bei den Müttern trinken, dann wird die Milch abgesetzt“, sagt Vera. Die Mütter dürfen mit ihrem Nachwuchs in dieser Zeit auf eine Weide auf dem Milchhof.

Bis es so weit ist, betreiben die Tiere mit den rechteckigen Pupillen Landschaftspflege, denn auf der steilen Weide gibt's Wacholderbüsche – und Vera macht weiterhin Kuhmilchkäse.

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