Weitere Lockerungen in Aussicht

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Endlich! Der Sommer ist da und die Inzidenz im Ostalbkreis sinkt auf den tiefsten Stand des Jahres. Bereits ab kommenden Montag könnte die Testpflicht für die Außengastronomie entfallen. Die Entscheidung fällt am Sonntag. Archiv-Foto: opo
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Bereits ab kommenden Montag könnte der Ostalbkreis von einer stabilen Inzidenz unter 35 profitieren. Ebenfalls ab Montag gibt es das digitale Impfzertifikat.

Aalen

Der kommende Montag, 14. Juni, bringt voraussichtliche weitere Änderungen. Neue Lockerungen im Ostalbkreis sind in Aussicht. Außerdem gibt's in den Impfzentren ab diesem Tag nach der Zweitimpfung den digitalen Impfnachweis. Aber der Reihe nach:

Inzidenz unter 35

Insbesondere Erleichterungen in den Bereichen Kunst und Kultur sind ab kommender Woche möglich. Denn: Am Mittwoch, 9. Juni, vermeldete das Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals seit langer Zeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 für den Ostalbkreis. Fünf Tage infolge muss die Inzidenz unter diesem Schwellenwert liegen, damit weitere Lockerungen in Kraft treten können.

Wenn die Inzidenz nicht nochmals über diesen Wert ansteigt, könne das Landratsamt Ostalbkreis am Sonntag die Erleichterungen bekanntgeben, wie Katharina Oswald, Sprecherin des Landratsamts, erläutert. „Lockerungen würden dann am Montag eintreten“, ergänzt sie.

Was sich ändern könnte

Testpflicht: Für alle Einrichtungen und Aktivitäten der Öffnungsstufen 1 bis 3 entfällt die Testpflicht, wenn diese ausschließlich im Freien stattfinden. Heißt: Bewirtung in der Außengastronomie, Open-Air-Kulturveranstaltungen und Sportwettkämpfe im Freien dürfen ganz ohne Test stattfinden.


Veranstaltungen: Kultur- und Infoveranstaltungen und Veranstaltungen wie nicht notwendige Gremiensitzungen oder Betriebsversammlungen dürfen im Außenbereich mit bis zu 750 Personen im Außenbereich stattfinden. Messen, Ausstellungen und Kongresse sind erlaubt, wenn pro Person sieben Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Feiern: Auch im Gastgewerbe kann nun mit bis zu 50 Personen gefeiert werden, egal ob im Innen- oder Außenbereich. Voraussetzung ist allerdings ein Test-, Impf-, oder Genesenennachweis. Tanzveranstaltungen sind ausgenommen.

Der digitale Impfnachweis

Ab Montag, 14. Juni, werden in den Impfzentren in Baden-Württemberg nach der Zweitimpfung digitale Impfnachweise ausgegeben, informiert das Sozialministerium. Diese können dann durch einen QR-Code von Smartphone-Apps ausgelesen werden, so dass der gelbe Impfpass nicht mehr mitgeführt werden muss. Wer bereits Impfungen in den Impfzentren erhalten hat, soll den digitalen Impfnachweis in den nächsten Wochen automatisch per Post zugeschickt bekommen. „Der Versand erfolgt über das Land und nicht über die Kreisimpfzentren“, informiert dazu Katharina Oswald, persönliche Referentin des Landrats.

Wer die Impfungen beim Hausarzt erhalten hat, könne eine Apotheke für die nachträgliche Ausstellung aufsuchen, heißt es vom Sozialministerium. Gleiches gelte für Genesene oder nicht in Baden-Württemberg Geimpfte. Arztpraxen sollen ab Mitte Juli die digitalen Impfzertifikate ausstellen können. Das digitale Zertifikat ist ein zusätzliches Angebot zum gelben Impfausweis, der als Ausweisdokument seine Gültigkeit behält.

Impffortschritt im Ostalbkreis

Ziemlich genau 20 Prozent aller Menschen im Ostalbkreis sind laut den aktuellsten Zahlen des Sozialministeriums mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das ist rund ein halbes Prozent unter dem Landesschnitt. Bei den Erstimpfungen schafft der Ostalbkreis eine Punktlandung mit dem Landesschnitt: 43,5 Prozent aller Einwohner haben nun mindestens eine Erstimpfung erhalten.

Überhaupt nicht zufrieden ist man im Nachbarlandkreis Heidenheim. Dort sind erst 17,3 Prozent aller Menschen vollständig geimpft. Das ist von allen Landkreisen in der Umgebung der geringste Wert. Landrat Peter Polta sieht den Kreis Heidenheim doppelt benachteiligt. Einerseits bekäme der Landkreis Heidenheim aufgrund seiner Größe relativ wenig Impfstoff, auf der anderen Seite würden 40 Prozent der Impfungen im Kreisimpfzentrum an Auswärtige vergeben, sagte er der „Heidenheimer Zeitung“.

Hinzu kommt, dass Heidenheim seit dem 16. April weniger Impfstoff als zuvor bekommt. Denn seitdem wird der Impfstoff proportional zur Einwohnerzahl verteilt. Bis dahin waren kleinere Landkreise im Vorteil und große Landkreise, wie der Ostalbkreis, im Nachteil.

Der Blick in die Region zeigt, dass in Ulm derzeit die meisten Menschen geimpft sind. Mit etwas Abstand folgen der Hohenlohekreis und der Ostalbkreis. Schlusslicht bei den Impfungen in der Region ist Heidenheim. Dagegen hat der Landkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 49 - aktuell einer der höchsten Werte in Baden-Württemberg.

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