Welche Basis Mensch und Umwelt gesund erhält

Beim „Innovation Talk“ spricht an diesem Dienstag Professor Dr. Brakhage vom Leibniz-Institut über Mikrobiome.

Jena/Oberkochen. Professor Dr. Axel Brakhage, Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie und Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie und Molekularbiologie an der Universität Jena, ist am 25. Januar zu Gast beim virtuellen „ZEISS Colloquium – Innovation Talk“. In seinem Vortrag „Mikrobiome – die unsichtbare Basis der Gesundheit von Mensch und Umwelt“ gibt er Einblick in seine Forschung.

„Das Gleichgewicht mikrobieller Konsortien mit anderen Organismen und der Umwelt ist essenziell für die Funktion aller Ökosysteme, ein stabiles Klima, nachhaltige Landwirtschaft sowie das Wohlergehen von Pflanzen, Tieren und Menschen“, erklärt Brakhage. Ein mikrobielles Konsortium, das ist die Gesamtheit der Mikroorganismen in einem bestimmten Lebensraum.

Im menschlichen Darm leben beispielsweise über 1000 verschiedene Spezies Mikroorganismen mit Trilliarden Zellen. Anthropogene Einflüsse oder infektiöse Mikroorganismen können ein dramatisches Ungleichgewicht verursachen, das Ökosysteme zerstören und Ernteausfälle und Krankheiten bewirken kann. Fast alle menschlichen Krankheiten werden laut Brakhage mit „dysbalancierten Mikrobiomen“ assoziiert.

Um nicht nur die Symptome nicht-funktionierender Systeme zu behandeln, seien Erhalt und Wiederherstellung mikrobieller Gleichgewichte durch gezielte Interventionen wichtig. Mikrobiome können mit molekularer Technik beschrieben werden, wie der DNA-Sequenzierung. „Wir wissen nicht, welche Mikroorganismen wirklich wichtig sind und welche ihrer Funktionen wichtig für die Aufrechterhaltung eines gesunden Gleichgewichts eines Mikrobioms und damit eines gesunden Gleichgewichts mit uns, den Wirten, sind“, so Brakhage. Ein entscheidender Faktor dafür sei die Fähigkeit der Mikroorganismen, eine Vielzahl von Molekülen zu produzieren und als Informationsträger auszutauschen.

Teilnehmen an der Veranstaltung am 25. Januar, 16 Uhr, kann jeder. Anmeldung unter www.zeiss.de/colloquium.

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