Welche Kriterien für Gefährdung sprechen

Schwerpunkt: Wie funktioniert Kinderschutz in Schule? 

Aalen. 30 Teilnehmer haben sich in der dritten Veranstaltung aus der Reihe „Gewaltprävention“ um das Thema „Kinderschutz in der Schule“ gekümmert. Schon im Vorfeld musste wegen des großen Interesses einigen pädagogischen Einrichtungen abgesagt werden. 

Frank Hutter von der Erziehungsberatungsstelle und der Kontaktstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen im Landratsamt erläuterte wichtige Basics für das Kindeswohl. Alle Erwachsenen gehörten zur Verantwortungsgemeinschaft, um Kindeswohlgefährdung maximal zu verhindern. Schule sei ein wichtiger Ort, um Prävention umzusetzen. Der Kontakt zu Lehrerin und Lehrer, aber auch Schulsozialarbeit sei wichtig. Anhand der Bedürfnispyramide von Maslow erklärte er dann, was Kinder für ihr Wohl brauchen. Bei einer Gefährdung müssten drei Kriterien gleichzeitig erfüllt sein: Eine gegenwärtige vorhandene Gefahr, das Vorliegen einer erheblichen Schädigung und die Sicherheit, dass etwas geschehen ist.

Gefährdung erkennen

Wenn Eltern gezielt psychische oder physische Gewalt anwenden, spreche man von Kindesmisshandlung, beispielweise Verletzungen an Körper, Emotionen und seelische Gewalt, terrorisierte, isolierte und geistige Ablehnung. Der sexuelle Missbrauch gehörten ebenso dazu. Die Vernachlässigung sei ein weiterer, wichtiger Bereich.

Hutter machte deutlich, dass jedes Eingreifen in ein System eine belastende Situation für Eltern und Kinder darstelle. Hier sei ein sensibles Eingreifen und Abwägen notwendig, welche Intervention gerechtfertigt sei. Einschätzungsrahmen sei immer das Kindeswohl. Für eine akute Kindeswohlgefährdung reiche ein einziger vorliegender Faktor, um aktiv zu werden.

Die weiteren Veranstaltungen der „Thematischen Reihe Gewaltprävention“ sind „Herausforderndes Verhalten“ am Mittwoch, 1. Juni, mit Dr. Ute Wickert und Dieter Hahn, „Rassismus im System“ am Mittwoch, 6. Juli, mit Anja Sievert-Braun und Malin Ba. Die Fortbildungen sind jeweils im Kleinen Sitzungssaal des Landratsamt Ostalbkreis in Aalen von 14.30 bis 17.30 Uhr.

Infos gibt's bei der Koordinationsstelle Prävention, Andreas Schumschal, Telefon 07361/503 1573 und per Mail andreas.schumschal@ostalbkreis.de. Anmeldung bei Diana Starz und Sabine Zeller unter Telefon 07361/503 1471 und 07361/503 1681 oder per Mail unter diana.starz@ostalbkreis.de oder sabine.zeller@ostalbkreis.de.

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