Weniger Verkehr bedeutet weniger Pannen

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Leere Straßen bedeuten weniger Pannen. Symbolbild: Pixabay

Bilanz der ADAC Pannenhilfe in Württemberg: Rückgang der Hilfeleistungen um 13 Prozent. Batterie häufigste Pannenursache.

In der Bilanz der ADAC Pannenhilfe in Württemberg wird deutlich, dass das Pannenaufkommen im vergangenen Jahr im Württembergischen deutlich um 13 Prozent zurückging (2019: 295.817 Einsätze). Die geringere Einsatzzahl entspricht in etwa dem gesunkenen Verkehrsaufkommen aufgrund der Corona-Pandemie, heißt es im Bericht.

Nach einer Schätzung der Bundesanstalt für Straßenwesen liegt es 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau. So ließ der erste Lockdown im Frühjahr 2020 das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen kurzzeitig um fast 50 Prozent zurückgehen.

"Kurzarbeit und Homeoffice sorgten vor allem im Ballungsraum Stuttgart für eine geringere Mobilität und somit für weniger Pannen", sagt Michael Prelop, Bereichsleiter der ADAC Straßenwacht in Württemberg. "Nach einem leichten Anstieg in der Sommerzeit sanken unsere Einsatzzahlen mit der Einführung der Ausgangssperre im Herbst wieder stark ab."

Mehr Batterieprobleme durch lange Standzeiten

Als besonders störanfällig erwiesen sich erneut Batterien. Sie waren Ursache für 46,3 Prozent aller Pannen, eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um über vier Prozentpunkte (2019: 41,8 Prozent). Nach Auswertungen  ist auch das eine Folge der Corona-Pandemie. Die längeren Standzeiten der Autos während der Lockdowns im Frühling und Herbst hatten eine Häufung der batteriebedingten Pannen zur Folge. "Zusätzlich kamen viele Autos hauptsächlich auf Kurzstrecken zum Einsatz, ein weiterer Stressfaktor für die Batterie", erklärt Prelop. "Kürzere Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wurden aus Hygienegründen durch den Pkw ersetzt." In 15,9 Prozent der Fälle rückten die Pannenhelfer 2020 wegen Problemen mit dem Motor an. Dritthäufigster Grund mit 14,2 Prozent: Pannen an Karosserie, Lenkung oder Fahrwerk.

Mit rund 1.550 Hilfeleistungen war der 7. Januar 2020 der arbeitsreichste Tag für die Gelben Engel in Württemberg. In der Region sind aktuell 128 Straßenwachtfahrer unterwegs. Im gesamten Bundesland Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr 427.785 Einsätze verzeichnet, 2019 waren es  486.931. Deutschlandweit starteten die Pannenhelfer zu rund 3,4 Millionen Pannenhilfeeinsätzen.

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