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Wer in die Fotofalle tappt

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Von: Ulrike Schneider

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Die Wildkamera nimmt nicht nur Tiere auf.
Die Wildkamera nimmt nicht nur Tiere auf. Foto: aki © aki

Ulrike Schneider über Wildtierkameras und ihre unerwarteten Folgen im Wald.

Das Rehkitz mit seiner Mutter, junge Füchse, die miteinander spielen oder Wildschweine, die nach Eicheln suchen. Bilder, die eine Wildtierkamera „verewigt“ hat. Die digitalen Fotoapparate nehmen alles auf, was sich bewegt. Naturschützer beobachten damit das tierische Leben im Wald. Tagsüber und auch des Nachts. Ziel ist es, in der Regel scheue Wildtiere und vor allem jene, die in unseren Regionen selten vorkommen, wie auch die Wildkatze, zu beobachten und nachzuweisen. Dazu bringen die Männer und Frauen die „Geräte“ an ungewöhnlichen Stellen an – abseits der gern genutzten Wald- und Wanderpfade. Es sind die Orte im Verborgenen, die sie bevorzugen. Die aber suchen bisweilen auch Menschen auf. Warum auch immer. In den Momenten wird aus der Wildkamera eine „Spionin im Wald“. Die Speicherkarte hält alles fest: etwa die alte Dame, die einen hohen Felsen auf dem Härtsfeld erklimmt und das „Fotohäusle“ neugierig inspiziert. Oder den Jogger, der abseits aller Pfade hinter dem Felsen im Wald einen Stopp einlegen muss ... Und auch das Liebespaar, das ungestört und unerkannt sein Stelldichein mitten im Grünen romantisch zelebriert. So heimlich sind die Aktionen alle nicht. Bisweilen bleiben die Akteure auch gar nicht unerkannt und manchem Naturschützer soll vor Verblüffung schon mal der Atem stocken. Da muss das Pärchen, das in die Fotofalle tappt, auf Diskretion und Stillschweigen hoffen.

Lesen Sie dazu:

Wo leben Wildkatzen in den Wäldern der Ostalb?

Ulrike Schneider
Ulrike Schneider © archiv

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