Wie die E-Mobilität im Ostalbkreis Fahrt aufnimmt

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Mobilitätsstationen, Ladesäulen, saubere Busse: Der Kreis will nachhaltige Verkehrsträger attraktiver machen.

Aalen

Die E-Mobilität im Ostalbkreis nimmt Fahrt auf. Landrat Dr. Joachim Bläse setzt auf Elektro- und alternative Antriebe. Wie viele Elektroautos düsen über die Ostalb? Ein Überblick.

Wie viele (E-)Autos gibt's im Ostalbkreis? 294 888Fahrzeuge waren am 1. Januar 2020 als aktiver Fahrzeugbestand bei der Zulassungsbehörde der Landkreisverwaltung registriert, davon 204 658 Autos, wie die Kreisverwaltung bilanziert. Der Anteil von Elektrofahrzeugen liege dabei im einstelligen Prozentbereich.

Ladepunkte im Kreis: E-mobil-BW, die Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive, habe eine Auswertung der Anzahl der Elektrofahrzeuge und Ladepunkte für Baden-Württemberg zum Stichtag 1. Januar 2020 publiziert. Der Ostalbkreis liegt demnach bei der Gesamtzahl der E-Fahrzeuge auf Platz elf, insgesamt wurden Daten aus 44 Stadt- und Landkreise erhoben. Bei den öffentlichen Ladepunkten liegt der Ostalbkreis laut Mitteilung mit 137 Ladepunkten auf Platz sechs.

Emissionen verhindern: Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist, die Emissionen im Verkehr im Vergleich zu 1990 bis ins Jahr 2030 um 40 bis 42 Prozent zu verringern. Dies soll mit einem Paket aus Förderung der Elektromobilität, Stärkung der Bahn und CO2-Bepreisung erreicht werden.

"Auch der Ostalbkreis hat den Individualverkehr und die Verkehrswende beim Mobilitätspakt, der Ende dieses Monats zusammen mit dem Kreis Heidenheim, Wirtschaftsunternehmen, Verkehrsbetrieben und Kommunen mit dem Land geschlossen werden soll, im Blick. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Themen Elektromobilität und alternative Antriebe", so Landrat Dr. Joachim Bläse.

Alternative zum motorisierten Individualverkehr: Damit nachhaltige Verkehrsträger als attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr wahrgenommen werden, müssen diese besser miteinander vernetzt werden. "Um dieses Ziel zu erreichen, könnten etwa Mobilitätsstationen eingerichtet werden, an denen neben Fahrradabstellanlagen und ÖPNV-Angeboten auch Elektroladesäulen und elektronische Car-Sharing-Angebote zur Verfügung stehen", so das Landratsamt. Und weiter: "In einem zukunftsorientierten Mobilitätskonzept spielen Elektrofahrzeuge vor allem als nachhaltiger Zu- und Abbringer zum ÖPNV eine zentrale Rolle. Um die europäischen CO2-Emisions-Normen bei Lkw und Bussen einzuhalten, werden auch in diesem Bereich alternative Antriebe eine immer wichtigere Rolle spielen."

Saubere Busse: Gemäß der "Clean Vehicles Directive" der EU müssen beispielsweise bis 2025 45 Prozent der neubeschafften Busse saubere Fahrzeuge sein, wie das Landratsamt bekannt gibt. Also Fahrzeuge, die nicht mehr mit Diesel, sondern beispielsweise mit synthetischen Kraftstoffen, Biokraftstoffen oder eben batterieelektrisch oder mit Brennstoffzelle angetrieben werden, so die Mitteilung weiter. Auch für diese Fahrzeuge müsse eine ausreichende Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden. "Hier verfolgen wir mit großem Interesse die Erfahrungen der Firmen OVA und Stadtbus Gmünd, die bereits Elektrobusse in Betrieb genommen haben", betont der Landrat.

Verwaltung mit E-Antrieb unterwegs: "Die Landkreisverwaltung selbst hat in ihrem Dienstwagen-Fuhrpark ebenfalls Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Inzwischen können die Beschäftigten des Ostalbkreises bei ihren Dienstfahrten auf fünf E- und zwei Hybridfahrzeuge zurückgreifen", informiert Bläse. Auch privat habe sich Bläse, dem das Thema Klimaschutz am Herzen liege, für seine Fahrten von und zu seinem neuen Dienstort in Aalen für ein reines E-Fahrzeug entschieden. "Und mit dem Anfang 2021 anstehenden Wechsel des Dienstwagens des Landrats wird hier die Hybridtechnik Einzug halten", teilt das Landratsamt mit.

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