Wie man sich vor Einbrüchen schützt

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Jannis Bodle und Reiner Klotzbücher (r.) machen an mehreren Stationen im Ostalbkreis halt, um über Einbruchschutz zu informieren.
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Mit einem Infofahrzeug informiert die Polizei in mehreren Gemeinden zum Thema Einbruchschutz und bietet kostenlose Beratung für daheim.

Schwäbisch Gmünd. Wie kann ich meine Fenster sicherer machen? Oder meine Tür? Wie sinnvoll sind Alarmanlagen? Um solche und weitere Fragen rund ums Thema Einbruchschutz zu beantworten, sind die Kriminalpolizisten Reiner Klotzbücher und Jannis Bodle aktuell im Ostalbkreis unterwegs. Mit Rat und Tat stehen sie Interessierten zur Seite, die den eigenen Wohnraum sicherer gestalten möchten.

Einstiegsmöglichkeit Nummer 1 für Einbrecher? Das Fenster. „Das Fenster ist das klassische Angriffsziel“, erklärt Klotzbücher, der als Kriminalbeamter für Beratung im Ostalbkreis zuständig ist. 15 bis 30 Sekunden – länger brauche es oft nicht und das ungesicherte Fenster ist vom Einbrecher überwunden. Doch auch Türen und Lichtschächte können für Diebe interessant werden, sollten diese nicht entsprechend gesichert sein.

Schwachstellen rausfinden

Um Privatpersonen über die Sicherheitsrisiken im eigenen Heim aufzuklären, bietet Klotzbücher Hausbesuche im Ostalbkreis an. „Wir gehen dann systematisch durch das Gebäude und zeigen, wo Schwachstellen sind“, sagt der Sicherheitsexperte. Was dann wo sicherer gemacht werden kann, fasst der Kriminalbeamte anschließend zusammen. Ein solcher Beratungstermin kostet nichts. „Kostenlos – und hoffentlich nicht umsonst“, ergänzt Klotzbücher.

Faustregel beim Sichern des Eigenheims: erst mechanisch, dann elektronisch. Nach Klotzbüchers Erfahrungen gibt ein Täter nach drei bis vier Fehlversuchen am Fenster auf. Wer den Einbrechern hier durch Sicherungen einen Strich durch die Rechnung macht, könne schon Schlimmeres verhindern. Wie hilfreich Alarmanlagen und Kameras sind, lasse sich schwer sagen. Ist eine Alarmanlage etwa für den Täter beim Einbruch nicht sichtbar, ist es fraglich, ob sie ihn vom Einbruch abhalten kann. In jedem Fall gilt: Alarmanlagen sollten beim Auslösen auch Sicherheitskräfte, wie zum Beispiel einen Wach- und Schließdienst alarmieren.

Das kann helfen

Doch nicht alle Schutzmaßnahmen müssen eingebaut oder installiert werden. Auch durch bewusstes Verhalten könnten Privatpersonen das Risiko verringern, zur Zielscheibe von Einbrechern zu werden. „Anwesenheit vortäuschen etwa. Den Eindruck erwecken, als wäre man da“, nennt Klotzbücher als Beispiel. Ferner schade es nicht, Nachbarn darauf aufmerksam zu machen, sollte man ein paar Tage außer Haus sein.

Das kann schaden

Gleichzeitig dürfe man eine Abwesenheit nicht an die große Glocke hängen. Wer dem Postboten einen Zettel da lässt, dass man ein paar Tage weg ist, informiert im Zweifel auch ungebetene Gäste, mahnt der Kripo-Beamte. Ein weiteres Tabu: Schlüssel außerhalb des Hauses deponieren. Einbrecher wüssten, wo die gängigen Verstecke sind. Ausnahme hier: zertifizierte Schlüsselboxen. 

Klotzbücher hat oft erlebt, wie belastend Einbrüche für Betroffene sein können, auch wenn sie körperlich unversehrt bleiben. Dringt ein Fremder in den eigenen Wohnraum ein, durchwühlt dort Schubladen und betatscht persönliche Gegenstände, sei das eine "intime Verletzung", weiß der Sicherheitsexperte. Ein Einbruch könne so nachhaltig das persönliche Sicherheitsgefühl stören. "Darunter leidet dann auch die Lebensqualität."

Hier gibt’s alle Infos

Reiner Klotzbücher bietet kostenlose Beratungsgespräche bei Interessierten zu Hause an. Er ist telefonisch unter (07171) 7966503 zu erreichen. Mit einem Informationsfahrzeug ist er außerdem am Dienstag, 25. Oktober, in Essingen auf dem Rewe-Parkplatz, am Mittwoch, 26. Oktober auf dem Aalener Spritzenhausplatz, am Dienstag, 8. November in Rainau-Schwabsberg auf dem Schulparkplatz, am Mittwoch, 9. November auf dem Bopfinger Marktplatz und am Donnerstag, 10. November, auf dem Ellwanger Marktplatz zu finden. Weitere Informationen gibt es online auf www.k-einbruch.de.

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