Wie wollen wir in Zukunft leben?

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Studienarbeit HfG Schwäbisch Gmünd

Abschlussarbeiten an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd geben Inspiration für ein besseres Leben. Online-Ausstellung mit mehr als 500 Projekten von Freitag, 11., bis Sonntag, 13. Februar.

Schwäbisch Gmünd. Ein intensives Semester geht zu Ende und die Studierenden und Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Gestaltung, kurz HfG, Schwäbisch Gmünd zeigen ihre Ergebnisse bei der digitalen Semesterausstellung von Freitag, 11., bis Sonntag, 13. Februar, unter ausstellung.hfg-gmuend.de. Zu sehen sind Arbeiten, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen und Fragen auseinandersetzen wie Gesundheit, gesellschaftliches Miteinander oder Nachhaltigkeit.


Auch wenn digitale Formate mittlerweile meist reibungslos funktionieren, war die Freude im zurückliegenden Wintersemester groß, als wieder einige Veranstaltungen in Präsenz stattfinden konnten. Rektor Ralf Dringenberg zeigt sich zufrieden: „Auch wenn die Hochschule noch nicht wieder in den Normalzustand zurückgekehrt ist, konnten wir im vergangenen Semester unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen vermehrt Veranstaltungen in Präsenz anbieten.“ Das Haus wieder mit Leben zu füllen, sei wichtig für alle gewesen: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der HfG. Auch wenn die Semesterausstellung erneut online stattfinde, zeigten die Projekt- und Abschlussarbeiten sowie ihre Inhalte, mit welcher Intensität und Qualität gesellschaftliche Fragestellungen von den Studierenden bearbeitet werden. „Ein Besuch lohnt sich – zur Inspiration und Diskussion“, verspricht Ralf Dringenberg.

Rundgänge und Programm

An diesem Wochenende können die virtuellen Besucher durch mehr als 500 Projekte von HfG-Studierenden stöbern und die Abschlussarbeiten aus den Bachelor- und Masterstudiengängen betrachten. Insgesamt erlangen in diesem Wintersemester mehr als 100 Studierende der HfG ihren Abschluss. Zudem gibt es ein Rahmenprogramm mit Projektpräsentationen, virtuellen Rundgängen und Vorträge für Studieninteressierte. 
Die digitale Ausstellungsseite ausstellung.hfg-gmuend.de wurde von Studierenden, Professoren und Mitarbeitenden entwickelt und durch weitere Features erweitert. Das Erscheinungsbild von Flyer und Plakat gestalteten Larissa Bauchmüller und Merve Kilic.

Hassrede und ihre Mechanismen

Wie gehen wir miteinander um? In Zeiten wie diesen, in der das Miteinander vermehrt virtuell stattfindet, gibt es immer mehr Debatten über Kommunikation im digitalen Raum. Maximilian Walter und Benedict Dorndorf, Absolventen der Studiengänge Internet der Dinge und Interaktionsgestaltung, haben sich diesem Thema in ihrer Bachelorarbeit „canvas“ gewidmet. Mit ihrer Arbeit wollen sie Nutzern für „Hatespeech“ (Hassrede) und ihre Mechanismen sensibilisieren. Auf einer interaktiven Website werden die Begrifflichkeit erklärt, was hinter den Hassnachrichten steckt und woher der Hass kommen kann. Die Arbeit soll verdeutlichen, warum Algorithmen oft nur wenig „Hatespeech“ erkennen und warum Plattformen davon profitieren.

Studienarbeit HfG Schwäbisch Gmünd

Mit „neco“ gegen Neurodermitis

Im Studiengang Kommunikationsgestaltung wird mit Hilfe von Text und Bild komplexer Inhalt verständlich gemacht. „Neco“ heißt die Abschlussarbeit von Selina Simon, Emina Babahmetovic und Saskia Rest, mit der sie Neurodermitis den Kampf ansagen wollen. Mit „neco“ entwickelten die Absolventinnen ein Gesamtkonzept für Betroffene von Neurodermitis, welche den Grundbaustein für eine individuelle Beratung und Basispflege setzt. Darüber hinaus sollen Betroffene in ihrem Alltag mit der Erkrankung unterstützt und eine Plattform zum Austausch geboten werden.

Studienarbeit HfG Schwäbisch Gmünd

Faires Konto gegen Rentenlücke

Caroline Pragua und Jason Robert lenken mit ihrer Masterarbeit aus dem Master-Studiengang Strategische Gestaltung die Aufmerksamkeit auf das Problem der unterschiedlichen Rentenhöhe von Frauen und Männern. Dazu haben sie ein fiktives Banking-Start-up gegründet. Das faire Gemeinschaftskonto erleichtert Paaren eine faire Finanzorganisation, die das Familieneinkommen so verteilt, dass beide Eltern gleichermaßen fürs Alter vorsorgen können und damit der „Gender Pension Gap“ entgegenwirken. 

Studienarbeit HfG Schwäbisch Gmünd

Nicht wegwerfen! Reparieren!

„Das lohnt sich nicht mehr“ – diesen Satz hört man, nach Meinung der Bachelor-Absolventen Vincent Propst und David Schöllhorn, viel zu oft, wenn es darum geht, defekte Geräte wieder instand zu bringen. Für die beiden Produktgestalter sind Geräte der vergangenen Jahrzehnte dafür gestaltet worden, verkauft, aber nicht repariert zu werden. Sie zeigen in ihrer Bachelorarbeit „repairable by design“ was nötig ist, um einen offenen und einfachen Zugang zur Reparierbarkeit für jeden zu schaffen. Dabei sind zehn Richtlinien für reparierbares Produktdesign entstanden, die exemplarisch durch ausgearbeitete Produkte gezeigt werden.

Studienarbeit HfG Schwäbisch Gmünd

Digitale Semesterausstellung der HfG Schwäbisch Gmünd von 11. bis 13. Februar; online unter ausstellung.hfg-gmuend.de

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