Zeiss kann Mitarbeiter impfen

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Carl Zeiss Meditec in Oberkochen ist Teil eines Pilotprojekts.
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Die Carl Zeiss AG in Oberkochen und Aalen gehört zu den zwölf Unternehmen im Land, die Teil eines Modellprojektes sind.

Oberkochen

Zwölf weitere Modellprojekte in ganz Baden-Württemberg für Impfen in Betrieben stehen fest. Zu diesen zählt auch die Zeiss Gruppe in Oberkochen. Das haben jetzt das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg wie auch das Oberkochener Unternehmen bestätigt.

Damit ist Zeiss eines der zwölf Pilotunternehmen im Land, die als 3. Säule – ergänzend zu den Impfzentren der Landkreise und kreisfreien Städte sowie den Hausärzten – in die Impfkampagne gegen Covid-19 einbezogen werden. Start der Kampagne ist für Mitte Mai geplant, wie die Zeiss Gruppe auf Nachfrage der SchwäPo mitteilt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir einen aktiven Beitrag zur Dynamisierung der Verimpfungen und auch zu einer Entlastung der öffentlichen Impfzentren leisten können“, sagt Heiko Winkler, Leiter der zentralen Zeiss Covid-19-Task-Force.

Wir freuen uns sehr, dass wir einen aktiven Beitrag zur Dynamisierung der Verimpfungen leisten können.“

Heiko Winkler, Leiter Zeiss Covid-19-Task-Force

Ab dem Startzeitpunkt des Modellprojektes Mitte Mai, das genaue Datum stehe, so Zeiss, noch nicht fest, sollen an den Standorten Oberkochen und Aalen Zeiss-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. „Dafür erhalten die als betriebliche Impfzentren ausgewählten Pilotunternehmen über die Impfzentren – zunächst in begrenztem Umfang – bis zu 1000 Impfdosen zugeteilt“, erklärt der Konzern auf Nachfrage.

Damit alles reibungslos verläuft, hat das Unternehmen sowohl in Oberkochen als auch in Aalen bereits in der vergangenen Woche Impfzentren eingerichtet. Wie die Impfung innerhalb des Konzerns abläuft, das werde derzeit noch abgestimmt. Team-Mitglieder des Arbeitsmedizinischen Diensts von Zeiss seien seit Beginn des Impfbetriebs im Impfzentrum von Aalen unterstützend tätig und somit auch mit Abläufen und Anforderungen gut vertraut, teilt das Unternehmen mit. Auch diese Erfahrungen seien in die Konzeption der Impfzentren bei Zeiss eingeflossen.

Doch wie kommt die Zeiss Gruppe ins Modellprojekt? Die Zeiss Gruppe hatte sich im Vorfeld bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwürttemberg für das Pilotprojekt des Landes beworben. Das Sozialministerium habe jeweils ein Unternehmen aus jedem IHK-Bezirk ausgewählt. Alle Betriebe gehören, so heißt es aus dem Ministerium, zur sogenannten kritischen Infrastruktur; also auch die Medizintechnik der Carl Zeiss AG.

„Natürlich fiel die Auswahl der Unternehmen sehr schwer. Wichtig war uns vor allem, dass wir verschiedene Branchen und Unternehmen im ganzen Land berücksichtigen, so dass die Erfahrungen aus den Modellprojekten möglichst vielfältig und in der Fläche vorhanden sind“, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha. „Das Engagement der Wirtschaft sei wirklich beeindruckend.

Da die entsprechenden Unternehmen für das Pilotprojekt Impfstoff aus dem Kontingent des Landes erhalten, so Manne Lucha, sei nur eine begrenzte Zahl möglich. Zumal die Impfzentren den Impfstoff selbst sehr effektiv verimpfen. Bei der Impfstoffmenge, die über Hersteller und Bund derzeit vorhanden sei, arbeiten laut Lucha auch die meisten Impfzentren des Landes noch nicht unter Volllast.

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