Zensus im Ostalbkreis: Zählung der Bevölkerung ist gestartet

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ARCHIV - 31.05.2013, Brandenburg, Berlin: Der Schriftzug «Zensus» ist auf einem bedruckten Kugelschreiber zu lesen. Für den Zensus werden Millionen von Menschen an der Haustür befragt. So wird ermittelt, wie viele Menschen eigentlich in Deutschland leben und wo.

Ab sofort läuft die Einwohnerbefragung im Ostalbkreis bis voraussichtlich Mitte Juli.

Aalen. Kurz vor dem Start der Befragung von Einwohnern im Ostalbkreis im Rahmen des Zensus 2022 informiert das Landratsamt darüber, dass ab sofort bis voraussichtlich Mitte Juli rund 280 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte kreisweit über 40 000 zufällig ausgewählte Menschen vor Ort interviewen werden. Es besteht Auskunftspflicht, die Befragung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Die durch den Zensus erhobenen Daten unterliegen der statistischen Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Die Befragungen können mit genügend Abstand an der Haustür oder im Hausflur erfolgen. Ein Betreten der Wohnung  durch den Interviewer ist somit nicht notwendig. Die Erhebungsbeauftragten kündigen den Befragungstermin im Vorfeld postalisch an. Beim Befragungstermin weisen sie sich mit einem offiziellen Ausweis aus.

Der Zensus findet alle zehn Jahre in allen deutschen Städten und Gemeinden statt und wurde vergangenes Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. Das Ergebnis hat deutliche Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden im Ostalbkreis. „Deshalb ist es wichtig, dass alle ausgewählten Personen an der Befragung teilnehmen“, so Landrat Dr. Joachim Bläse.

Zusätzlich zu den Haushaltsstichproben gibt es eine Erhebung an allen Anschriften mit Sonderbereichen. Zu den Sonderbereichen zählen beispielsweise Wohnheime für Studierende und Altenheime. Die Befragungsdaten werden nicht an andere Verwaltungseinheiten wie die Bürgerdienste, das Sozialamt oder Jobcenter weitergegeben.

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