Alles neu im alten „Turnerheim“ Bartholomä

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Fast fertig: Bartholomäs Bürgermeister Thomas Kuhn und Hausleiter Jörg Feller vor dem Gebäude des STB, das eigentlich nicht mehr „Turnerheim“ heißen soll, sondern „STB-Campus“ Bartholomä. Fotos: dav
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Was der Schwäbische Turnerbund auf seinem „STB-Campus“ alles erneuert hat, welche Angebote es künftig geben soll, wann es fertig ist und was das für die Gemeinde bedeutet.

Bartholomä

Am Ende des Rundgangs durch das frisch sanierte „Turnerheim“ in Bartholomä muss der Besucher erstmal durchschnaufen. So viel Neues gab's zu sehen. Was wurde alles saniert? Eigentlich alles, meint Hausleiter Jörg Feller. „Wir haben hier keinen Stein auf dem anderen gelassen.“

Das Gebäude ist Baujahr 1969. Seitdem wurde nichts grundlegend verändert, so Feller. Es wurde also Zeit. Seit 2020 ist der Inhaber des Gebäudes, der Schwäbische Turnerbund (STB), an der Generalsanierung dran. Jetzt biegen die Beteiligten auf die Zielgerade ein. Was wurde alles gemacht? Was will der STB künftig hier anbieten? Und was bringt das der Gemeinde?

Der Rundgang startet gleich hinter der neuen Schiebetür. Der Eingangsbereich wurde leicht versetzt, ebenso der Tresen mit der Rezeption, auf den die Besucher nun geradewegs zusteuern. Rechts der Kamin, den manche Besucher noch aus dem früheren Kaminzimmer kennen. Dieser bleibe künftig kalt, erhalte aber eine elektrisch betrieben „Feueroptik“, so Feller. Gemütlich soll's also auch hier an der Rezeption bleiben. Mitarbeiterinnen schieben Sofas und Sessel hin und her, um den optimalen Standort für sie zu finden. Hinten in der Ecke ist ein Sportgerät installiert, eine „Wave Bar“, eine oben gebogene Sprossenwand. Auch ein ausgedienter Barren soll als Designobjekt in der Lounge seinen Platz finden. „Wir wollen damit den sportlichen Charakter des STB-Campus auch in der Inneneinrichtung widerspiegeln“, sagt Feller.

Gastro auch für externe Gäste

Durch eine Tür führt der Hausleiter in den Gaststätten- und Essensbereich. Die Fensterfronten bieten einen Blick auf die verschneite Landschaft und auf Bartholomä. Auch hier alles neu: Von Böden und Decken über Fenster und Elektrik bis zu den Tresen, auf denen künftig das Büfett serviert wird. Heute werden die Kaffeemaschinen installiert. „Für die Gäste eine wichtige Anlaufstelle“, meint Feller. Dahinter wartet eine neue Küche. Bis zu 126 Gäste haben im Restaurant Platz. Neben den Übernachtungsgästen sei die Gaststätte für alle Besucher geöffnet, voraussichtlich an fünf Tagen in der Woche.

Wer kommt hierher?

Der Schwerpunkt der STB-Einrichtung liege sicher auf den sportlichen Besuchern, die hier für Tagungen, Seminare und Workshops herkommen. Als Ausbildungszentrum im Netzwerk des Deutschen Turnerbundes sei Bartholomä ein wichtiger Standort, vor allem für die ehrenamtliche Trainerausbildung im Breitensport. Auch dank des Ausbaus des Dachgeschosses mit einer zusätzlichen Gaube könne der STB in Bartholomä insgesamt 78 Betten anbieten, 24 Doppel- und 30 Einzelzimmer. Auch die Zimmer seien komplett neu gemacht, einschließlich großen Flachbildfernsehern und WLAN. Ohnehin habe der STB großen Wert auf Digitalisierung gelegt, berichtet Feller. Die sechs verschieden große Tagungsräumen seien auf dem neuesten Stand der Technik und selbst für „hybrides Arbeiten“ auslegt. Auch die Kellner im Restaurant nähmen die Bestellungen digital auf. „Wir wollen im Sinne der Nachhaltigkeit weg vom Papier“, so der Hausleiter.

Was bedeutet es der Gemeinde?

Derzeit beschäftigt der STB laut Feller 13 Mitarbeitende in Bartholomä, es dürften aber gerne noch zwei, drei mehr werden. Vor allem für die Gastronomie wäre noch mehr Personal durchaus wünschenswert. Feller betont, es gebe eine gute Mischung aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern, zudem sei er froh, dass viele aus Bartholomä selbst kämen. Das unterstreicht Bürgermeister Thomas Kuhn: „Der STB ist hier ein wichtiger Arbeitgeber.“ Ohnehin sei die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und STB sehr partnerschaftlich, betonen sowohl Feller als auch Kuhn. Der Bürgermeister erinnert daran, dass die Gemeinde den Zusatz „anerkannter Erholungsort“ Anfang der 1990er-Jahre nur dank den vom STB geschaffenen Übernachtungsmöglichkeiten erhalten habe. Auch dass Kindergärten, Schule und Vereine die STB-Halle nutzen dürften, sei ein wichtiger Faktor.

Wie ist der Zeitplan?

Nach einigen Verzögerungen, durch Corona, durch Lieferschwierigkeiten und durch die eine oder andere „Überraschung“ während des Baus visieren die Beteiligten nun eine Öffnung für spätestens Anfang März an, wie Feller erläutert.

Generalsanierung des "Turnerheims", jetzt STB-Campus, in Bartholomä.
Generalsanierung des "Turnerheims", jetzt STB-Campus, in Bartholomä.
Weiter Ausblicke Richtung Bartholomä und die Landschaft des Albuchs sind nicht nur vom Wintergarten aus möglich.
Der neu gestaltetet Eingangsbereich mit der Rezeption. Die „Wave Bar“, eine Sprossenwand, soll den sportlichen Charakter betonen.
Generalsanierung des "Turnerheims", jetzt STB-Campus, in Bartholomä.
Generalsanierung des "Turnerheims", jetzt STB-Campus, in Bartholomä.
Generalsanierung des "Turnerheims", jetzt STB-Campus, in Bartholomä.
Generalsanierung des "Turnerheims", jetzt STB-Campus, in Bartholomä.

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