Bartholomä hofft auf späten Winter

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Verschaffen sich einen Überblick über die Baustelle in der Heubacher Straße: Bürgermeister Thomas Kuhn, Bauhofleiter Enrico Zwerenz, Christopher Staudenmaier vom Ingenieurbüro Kolb und Stefan Saur von der Baufirma Scharpf.
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Warum die Beteiligten der Baustelle in der Bartholomäer Ortsdurchfahrt jetzt gerade keinen Schnee gebrauchen können, was gemacht wird und wie es weitergeht.

Bartholomä

Wenn man Bartholomäs Bürgermeister Thomas Kuhn etwas fragt, das er eigentlich nicht gerne so direkt beantworten möchte, dann lacht er erstmal etwas spitzbübisch. Vielleicht, um Zeit zu gewinnen für eine diplomatische Antwort. Bei der Besichtigung der Baustelle in der Ortsdurchfahrt, der Heubacher Straße, muss er öfters so lächeln. Weil: So richtig rund läuft's nicht. „Es ist schlecht gestartet und nicht besser weitergegangen“, meint Kuhn. Immerhin ist an diesem sonnigen Novembertag ordentlich was los auf der Baustelle: Bagger baggern, Rüttelplatten rütteln, Lastwagen transportieren Erde. Aber, wie Kuhn feststellt, wenn alles nach dem ursprünglichen Plan gelaufen wäre, dann wäre die Ortsdurchfahrt jetzt, Mitte November, schon fertig.

Corona und der Fels

Rückblick: Nach den ursprünglichen Planungen wäre Baustart zu Ostern gewesen, Bauzeit sieben Monate. Das war aber nicht zu halten. Letztlich war Anfang Mai Vergabe der Bauarbeiten. Und Mitte Juli ging's erst los. „Das war schon etwas überraschend“, gesteht Kuhn. Die Baufirma hatte zu kämpfen, mit Corona, mit Ausfällen, mit langen Lieferzeiten. Dann kam der Fels.

Weil die Straße nicht nur oberflächlich gerichtet, sondern auch ein neuer Kanal verlegt wird, musste tief runter gegraben werden. Das Felsgestein verzögerte die Arbeiten erneut. Seitdem gilt das Ziel, vor dem Winter zumindest die erste Deckschicht drauf zu haben, damit die Straße vorübergehend befahrbar sein kann, um dann im Frühjahr wieder mit den Bauarbeiten weiterzumachen. Ob das so hinhaut? Thomas Kuhn lacht. „Wir sind jedenfalls dankbar für das warme und sonnige Wetter bisher“, sagt er. Stefan Saur von der Baufirma Scharpf meint: „Schneien sollte es im November nicht.“ Bis dato sähen die Wetterprognosen da aber ja ganz gut aus.

Vier Gründe für die Sanierung

Thomas Kuhn möchte gerne nochmal erläutern, warum das Ganze denn eigentlich überhaupt nötig ist. Er erinnert zunächst daran, dass die Straße marode und schlecht zu befahren war. Und wenn die Straße schon offen sei, solle, zweitens, ein neuer Kanal rein. Das diene sowohl dem Hochwasserschutz als auch, durch eine dann „geordnete Abwasserbeseitigung“, dem Umweltschutz.

Drittens nutze die Gemeinde die Straßensanierung, um das gesamte Wohnumfeld neu zu gestalten. Die Gehwege werden, passend zum Dorfcharakter, einen pflasterartigen Belag erhalten. Dazu gebe es „Inseln“ mit Bäumen und Ruhebereiche mit Sitzbänken, außerdem eine neue Bushaltestelle.

Viertens werde die neue Straße sicherer, auch weil eine zweite Querungshilfe am Ortseingang gebaut werde. Wenn das Landratsamt zustimmt, gilt zudem in der gesamten Ortsdurchfahrt dann Tempo 30, so zumindest hat es der Gemeinderat beschlossen. Grundlage dafür war ein Lärmgutachten. Lobende Worte hat Thomas Kuhn auch für die Anwohner. Diese machten toll mit, etwa indem sie im Zuge des Grunderwerbs Flächen zur Verfügung stellten. Dafür sei er sehr dankbar.

Und was, wenn der Winter früher kommt als erhofft? Thomas Kuhn lacht. „Dann werden wir als allererstes mit den Anwohnern das Gespräch suchen und auf jeden Fall gemeinsam eine gute Lösung finden.“

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