Bartholomä will neue Bauplätze erschließen

Bauwillige gibt es in der Gemeinde. Grundstücke sind gesucht. Der Haushalt ist beschlossen.

Bartholomä. Die aktuelle Wohnbaugebietsentwicklung in Bartholomä fand reges Besucherinteresse am Mittwoch im Gemeinderat. Suchten doch junge Familien dringend Bauplätze und alle bisher zur Verfügung stehenden sind verkauft. Bürgermeister Thomas Kuhn schlug vor, in Planungen zur Erweiterung des Wohnbaugebiets Hirschrain-Nord einzusteigen. "Allerdings", schränkte er ein, "müssen zuvor noch Grundstücksverhandlungen mit den privaten Grundeigentümern geführt werden." Das gehe man zwar unverzüglich an, aber Ergebnisse seien zeitlich nicht absehbar. Anschließend müsse der Bebauungsplan erstellt werden – und darauf folge die Erschließung.

Die Dringlichkeit für weitere Bauplätze hoben auch einige Gemeinderäte hervor, die betonten, dass dafür unbedingt Gelder zur Verfügung stehen müssten. Einen konkreten Zeitplan, wann in der Gemeinde wieder gebaut werden könne, konnte Kuhn nicht nennen. Aber man werde sich mit allen Kräften sofort dafür verwenden.

Mehrheitlich genehmigte der Rat einen Antrag der Firma Schotterwerke Bartholomä zur Erhöhung des Immissionsschutzwalles am Steinbruch. Ursprünglich seien 660 Meter über Normalnull beantragt worden, aber zur Sicherstellung eines besseren Lärmschutzes habe man auf 670 Meter erhöht.

Einstimmig erfolgte die Zustimmung zur Haushaltssatzung 2018 mit dem Haushaltsplan 2017, ebenso die mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 2019 bis 2021. Rund sieben Millionen Euro umfasst der Gesamthaushalt, davon entfallen rund 5,4 Millionen auf den Verwaltungshaushalt. Für den Vermögenshaushalt wird mit einer Zuführung von rund 320 000 Euro gerechnet.

Unverändert blieben die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer. "Und das seit sieben Jahren", so Kuhn. Allerdings erforderten Investitionen von rund 1,6 Millionen Euro eine Rücklagenentnahme von 100 000 Euro und eine Kreditaufnahme über 400 000 Euro. Damit liege die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2018 bei 257 Euro. Investitionsschwerpunkt sei die Schule mit einer Million im Jahr 2017. Weitere 100 000 Euro würden 2018 benötigt. Weiterer Schwerpunkt sei der Umbau des Dorfhauses zum Rathaus. Hier erfolge die Hauptinvestition 2018 – dafür erhalte die Gemeinde 520 000 Euro Zuschüsse. Das alte Rathaus stehe dann zum Verkauf. Weitere Gelder flössen in Einrichtungen zum betreuten Wohnen, in die Feuerwehr und in die Erweiterung der Kläranlage des Abwasser-Zweckverbandes-Lauter-Rems.

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