Thomas Kuhn geht in Amtszeit drei

+
Landrat Dr. Joachim Bläse überreicht Bürgermeister Thomas Kuhn zur Amtseinsetzung den Ostalbball. Rudi Grimmbacher (sitzend) verpflichtete Kuhn.
  • schließen

Landrat Dr. Joachim Bläse setzt den Bartholomäer Bürgermeister ins Amt. Und der versprach: „Ich verspreche, auch die nächsten acht Jahre Gas zu geben.“

Bartholomä 

Nicht „zufrieden sein und ausruhen, sondern am Ball bleiben“, ist das Motto von Thomas Kuhn. Dessen war sich Landrat Dr. Joachim Bläse bei der Wiedereinsetzung des Bartholomäer Bürgermeisters sicher. Am 13. Juni dieses Jahres war er bei einer Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent von der Bürgerschaft in eine dritte Amtszeit gewählt worden.

Und am Mittwoch nun, wurde er in einer „ganz normalen Arbeitssitzung des Gemeinderats“, in die dritte Amtszeit verpflichtet. So habe er es gewollt, beschrieb der Landrat.

Aber so „ganz normal“ war diese Gemeinderatssitzung denn doch nicht. Rudi Grimmbacher war vom Gremium ausgewählt worden, die Verpflichtung vorzunehmen. Und nutzte die Gelegenheit, um ganz persönliche Worte an Kuhn zu richten. „Sie haben es verstanden, den Bürgern zu vermitteln, dass sie einen guten Steuermann hat.“ Denn in den vergangenen 16 Jahren habe er das Gemeindeschiff „gekonnt“ durchgeschippert.

In 16 Jahren einiges bewegt

Veränderungen in der Gesellschaft machten die Aufgaben des Bürgermeisters nicht leichter, bedauerte Grimmbacher. „Begehrlichkeiten wachsen und die Bereitschaft, ein Ehrenamt anzunehmen, sinkt“. Doch er traute Kuhn zu, „als Motivator die Trägheit zu verscheuchen und Wegbegleiter für ein lebendiges Dorf“ zu sein. Rückblickend beschrieb Grimmbacher, dass Kuhn in den vergangenen 16 Jahren Amtszeit einiges bewegt habe und wünschte ihm auch im Namen der Gemeinderäte weiterhin „eine glückliche Hand und alles Gute“.

Landrat Bläse, der am Mittwoch zum ersten Mal in offizieller Mission in Bartholomä war, bemerkte, dass Kuhn für seine dritte Amtseinsetzung „keine große Sause“ wollte. Dennoch sei er aber „heute das große Highlight“. Die Bartholomäer wüssten, was sie an Kuhn haben, hob Bläse die hohe Wahlbeteiligung hervor. „Knapp 50 Prozent der Einwohner haben sich aufgemacht, um zur Wahl zu gehen“. „Und das zum dritten Mal“, erinnerte er auch daran, dass 86 Prozent aller Stimmen auf Kuhn gefallen waren. „Das war eine große Mobilisierung und ein sensationelles Ergebnis“, gratulierte er Kuhn. „Man hat zum dritten Mal ja zueinander gesagt“, beschrieb der Landrat, dass nicht nur die Bürger zu Kuhn, sondern auch Kuhn zu Bartholomä die Treue halten. Mit seiner sachlichen, empathischen und effektiven Art bilde Kuhn gemeinsam mit dem Gemeinderat „eine richtige Einheit für Bartholomä“. Geradezu eine „Sensation“ sei die Tatsache, dass die Gemeinde lediglich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 50 Euro habe. „Hier hat man solide und überlegt Infrastruktur geschaffen“, lobte Bläse. Doch Bürgermeister Kuhn zeigte sich bescheiden: „Nicht ich bin das Highlight. Bartholomä ist es.“ Wo es drei Schwerpunkte gebe: Infrastruktur, ärztliche Versorgung und Ehrenamt. Zudem werde man mit einem Solarpark „neue Akzente“ setzen. Lediglich in Sachen Mobilität gelte es gemeinsam mit dem Landratsamt neue Konzepte zu erarbeiten. „da tun wir uns schwer“, bedauerte er. Abschließend stellte Thomas Kuhn fest: „Ich bleibe am Ball. Ich verspreche, auch die nächsten acht Jahre Gas zu geben.“

Seitens die Feuerwehr und die Vereine überreichte Kommandant Thorsten Sperrle ein 500-Teile-Puzzle mit dem Motiv der Gemarkung Bartholomä. Er dankte Kuhn dafür, dass er für Feuerwehr und Vereine stets ein offenes Ohr habe und sich einsetze.

Nach der Wiedereinsetzung beklagte eine Einwohnerin rasende Fahrzeuge am Ortseingang von Lauterburg herkommend. Ihr gab Kuhn völlig Recht, verwies jedoch darauf, dass sich dieses Problem an allen Ortseingängen zeige. Das Problem: Die geforderten Blitzer muss Bartholomä bezahlen. Aber man werde sich mit dieser Thematik befassen, sagte Kuhn zu.

85 000 Euro für Spielplatz

Ohne Diskussion wurden die Aufträge für die Neugestaltung des Spielplatzes „Brunnenfeldstraße“ vergeben. Eine 70-prozentige Förderung gibt’s vom Land. Demnächst starten die Arbeiten für knapp 85 000 Euro.

Zurück zur Übersicht: Bartholomä

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare