Baumstämme für die Seergasse

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Die Seergasse in Böbingen: Bislang weicht Gegenverkehr auf die Wiese des Parks aus. Künftig soll hier eine zwei Meter breite Ausweichbucht Abhilfe schaffen. Außerdem soll die befahrbare Fläche mit Holzstämmen begrenzt werden.
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Das Sträßchen im Böbinger Park am alten Bahndamm beschäftigt den Technischen Ausschuss, der eine Begrenzung der befahrbaren Fläche und eine Ausweichbucht beschließt.

Böbingen

Sie war offen, zur Remstal-Gartenschau geschlossen und seither wieder für den Verkehr freigegeben: die Seergasse in Böbingen. Trotzdem ist sie im Dorf ein neuralgischer Punkt, sodass sich am Mittwoch erneut der Technische Ausschuss des Gemeinderats damit befasste.

Worum geht's?

Die Seergasse durchschneidet den zur Remstal-Gartenschau 2019 angelegten Bürgerpark am alten Bahndamm. Im Jahr der Gartenschau wurde das Sträßchen vorübergehend für den Verkehr dichtgemacht, mit Erde überschüttet und mit Stauden bepflanzt. Seit Anfang 2020 ist sie wieder geöffnet.

Weil sie so schmal ist, gibt es aber immer wieder Probleme, wenn sich Fahrzeuge begegnen, besonders wenn es sich um Lastwagen oder Traktoren handelt, die nach den Worten von Ausschussmitglied Wolfgang Schmid „die ganze Straße brauchen“. Kollege Karsten Kluge hatte darum gebeten, die Verkehrssituation nochmals zu diskutieren, besonders im Hinblick darauf, dass zum einen Ausweichmöglichkeiten und zum anderen aber auch Begrenzungen geschaffen werden sollten.

Nicht zu attraktiv für Lkw!

Bürgermeister Jürgen Stempfle erläuterte, dass das Ingenieurbüro LK&P mehrere Möglichkeiten sehe. Einig war sich das Gremium, dass eine Ausweichbucht erstellt werden soll. Ob diese wirklich, wie vorgeschlagen, zwei Meter breit sein müsse, bezweifelte Karsten Kluge. Peter Bulling warnte davor, die Seergasse „voll verkehrstüchtig auszubauen“. Lastwagen würde diese eher meiden, wenn sie für diese nicht so attraktiv sei. Otto Betz meinte, dass man an den aktuell sichtbaren Ausweichspuren im Gras sehen könne, dass 1,50 Meter ausreichten. Das bezweifelte Wolfgang Schmid: „Da kriegen wir Probleme!“. Letztlich stimmte das Gremium dem Antrag auf eine verringerte Breite nicht zu, die Bucht wird also zwei Meter breit werden.

Holzstämme statt Natursteine

Die Idee, die Straße mit Natursteinen zu begrenzen, stieß im Rat auf wenig Gegenliebe. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag von Otto Betz, stattdessen Holzstämme als Begrenzung zu verwenden.

Die letzte offene Frage, nach der Gestaltung der Oberfläche, beantwortete der Ausschuss mehrheitlich so, dass die Bucht mit Rasengitter-Steinen ausgeführt werden soll.

Böbinger Spielplätze auf dem Prüfstand

Anfang Mai steht eine Überprüfung der Böbinger Spielplätze durch den TÜV an. Die Verwaltung gab dem Technischen Ausschuss einen Überblick über die kritischen Punkte. Eine Auswahl: Die Erde des Hügels auf dem Spielplatz im Bürgerpark sei abgerutscht. Dadurch liege ein Betonring frei. Außerdem sei der Hügel schwer zu erklettern. Den Wunsch von Manfred Gold, einen Landschaftsgärtner zurate zu ziehen, erteilte das Gremium eine Absage. Auf Antrag von Peter Bulling soll sich der Bauhof kümmern. Dessen Leiter Reinhold Deininger sagte, der Bauhof werde den Betonring entschärfen und auf dem Hügel eine in die Erde ausgestochene Treppe mit Trittplatten erstellen. Problem am Spielplatz am Dorfplatz ist der rund acht Jahre alte Mulch. Dieser verfaule und müssen stetig neu aufgetragen werden, berichtete Deininger. Nur als oberflächlichen Überzug habe er neulich 36 Kubikmeter Mulch eingesetzt. Das gehe auch ins Geld. Bürgermeister Stempfle mahnte, dass die Gemeinde das mittelfristig auf dem Schirm haben müsse. Der Fränklin-Spielplatz hat zwei Probleme: einen kaputten Plattenweg rund um den Sandkasten und eine Kiefer, die enorm viele Nadeln verliere, berichtete Deininger. Auf Vorschlag von Otto Betz soll der Plattenweg ganz wegkommen. Die Idee Manfred Golds, den Sandkasten mit einem Sonnensegel vor den Nadeln zu schützen, sei nicht praktikabel, so Deininger. Auch wenn's Arbeit für den Bauhof bedeute, plädierte Deininger dafür, die Kiefer stehenzulassen. Dem stimmten die Räte zu.

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