Vierte Fahrzeugbox für die Böbinger Feuerwehr

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Vor dem Florian in Böbingen trafen sich Feuerwehrangehörige, Planer, Gemeinderäte und die Verwaltung am Dienstagmittag zur offiziellen Präsentation der Erweiterung. Foto: Tom
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Böbingen investiert 490 000 Euro für die Einsatzkräfte und die Sicherheit. Am Dienstag war offizielle Präsentation. Was die Erweiterung mit der neuen Dachterrasse am Rathaus zu tun hat.

Böbingen

Jetzt verfügt die Böbinger Feuerwehr nicht nur über drei, sondern über vier Fahrzeugboxen. Vor dem Florian trafen sich Feuerwehrangehörige, Planer, Gemeinderäte und die Verwaltung am Dienstagmittag zur offiziellen Präsentation der Erweiterung.

Mit einer Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter ist nun genug Platz für das kürzlich in Betrieb genommene, neue und höhere Einsatzfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug TLF 3000. Dies ist laut Bürgermeister Jürgen Stempfle vor allem für die vielen Außengehöfte auf Böbinger Gemarkung wichtig, führt es doch 3000 Liter Löschwasser mit sich. Und ersetzt ein rund 40 Jahre altes Unimog, dass noch für 26 000 Euro verkauft werden konnte. Stempfle kündigte zudem an, dass künftig noch ein LF 10 angeschafft wird – der Gemeinderatsbeschluss sei bereits gefallen. „Dann ist unsere Feuerwehr komplett und langfristig versorgt.“ Zumal auch der Digitalfunk in Zukunft angeschafft wird für rund 25 000 Euro. „Wir warten nur noch auf den Förderbescheid. Alles ist in die Wege geleitet“, erklärte er am Dienstag.

„Aus der Not eine Tugend gemacht“ hat Böbingen bezüglich des Daches der neuen Fahrzeugbox. Dieses ragte nun ob der Durchfahrtsbreite höher gen Himmel. Da die neue Box an den Bestand anschließt, ergab sich ein Außenbereich für den Bürgersaal im Obergeschoss des Rathauses. „Jetzt haben wir eine schöne, ansprechende Dachterrasse auf das Dach der Fahrzeugbox gesetzt“, freut sich Stempfle. Er sieht diese als „Mehrwert“, man hat ein „Sahnehäubchen“ draufgesetzt. Denn im Bürgersaal finden kulturelle Veranstaltungen und Trauungen statt. Und auf der direkt anschließenden Dachterrasse kann so beispielsweise ein Stehempfang ausgerichtet werden. Letztlich gab es noch einen neuen Anstrich für die Fassade entlang der der vier Fahrzeugboxen, was eine einheitliche Optik garantiert. Der alte Anstrich war teilweise verblasst und bemoost, wie Stempfle beschrieb. Insgesamt kostete die Erweiterung 490 000 Euro.

Viele Macher und Mitmacher

Angesichts der hohen Temperaturen verzichtete Architekt Matthias Schmid auf eine umfangreiche Baubeschreibung und brachte das Werk auf den Punkt: „Der Erfolg hat viele Väter.“

Er beschrieb die vielen „Mitmacher und Macher“, die letztlich zum Gelingen des Anbaus beitrugen. Und dankte Verwaltung und Feuerwehr für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Allerdings ging er auf das Außergewöhnliche am Anbau ein: die Pfahlgründung. Und erinnerte zudem, dass es auch noch galt, einen Abwassersammler zu „verbauen“. Allgemein beschrieb er die Baustelle unter einem guten Stern, da es keine Unfälle oder Verletzungen gab.

Kommandant Dominik Ebert reichte den Dank für die gute Zusammenarbeit an seine Kameradinnen und Kameraden weiter. Und stellte fest, dass die Mannschaft von Baubeginn an mit im Boot saß. Jetzt könne man sich den neuen Herausforderungen stellen, bemerkte er angesichts des neuen Löschfahrzeugs. Zumal der künftige Tunnel in die Feuerwehranforderungen einfließt.  Die Erweiterung sei maximal dimensioniert und auf die Zukunft gerichtet. Dankbar stellte er fest, dass Gemeinderat und Verwaltung viel investiert haben „in die Zukunft und Sicherheit der Böbinger Bürgerschaft“.

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