Vor einer großen Herausforderung

Die Seniorenbürgerversammlung im Böbinger Seniorenzentrum wird Jahr für Jahr besser besucht. Dieses Fazit zieht die Böbinger Gemeindeverwaltung. Bis kurz vor Beginn der Veranstaltung seien die Helferinnen vom Treff am Donnerstag bemüht gewesen, für alle Gäste einen Platz bereit zu halten.

Bei der Fragerunde kritisierten Senioren das zu schnelle Fahren auf den Gemeindestraßen kritisiert. Weitere Fragen bezogen sich auf die Themen "Aussegnungshalle Oberböbingen" und Obdachlosenunterkunft "Gemeindehausweg 5", zu denen Bürgermeister Jürgen Stempfle Stellung bezog. Neben einem Jahresrückblick über das vergangene Jahr informierte Stempfle anhand seiner Bilderpräsentation über Planungen und Maßnahmen, die Gemeinderat und Gemeindeverwaltung in diesem Jahr anpacken wollen. Dazu gab es Kaffee und Kuchen, der von der Gemeinde gesponsert wurde. Stempfle hob die herausragende Bedeutung der Seniorenarbeit in der Gemeinde hervor, zu der auch das Angebot "Treff am Donnerstag" zähle. Da die Menschen immer älter werden, spiele auch das Thema Demenz eine größere Rolle. Dadurch stehe die Gemeinde Böbingen vor einer großen Herausforderung. Ziel sei es, Menschen mit der Krankheit in die Gesellschaft zu integrieren anstatt zu isolieren. Der Verein Belisa habe der Gemeinde Böbingen seine größtmögliche Unterstützung angeboten. Auch über viel Erfreuliches wusste Bürgermeister Stempfle zu berichten. Die Modernisierungsarbeiten in der Römerhalle konnten abgeschlossen werden, über zehn Kilometer Wanderwege seien bereits erschlossen und in diesem Jahr werde das Wandernetz in Böbingen um nochmal zehn Kilometer erweitert. Von ganz zentraler Bedeutung werde der neue Rewe-Lebensmittelmarkt werden. Der Standort ermögliche es auch älteren Bürgern, Einkäufe zu Fuß zu tätigen. Spannend werde es, wie sich der Gemeinderat in punkto Baulandentwicklung festlegt. Eine Entscheidung werde der Gemeinderat nach einer Bürgerveranstaltung treffen. Groß ist die Vorfreude auf die Interkommunale Gartenschau Remstal 2019 in Böbingen. In den verbleibenden fünf Jahren wartet eine Menge Arbeit auf den Gemeinderat. Ziel sei es dabei, in Naherholungsprojekte zu investieren. Stempfle nannte den Bürgerpark in der Klotzbachaue oder die Erlebbarkeit der Rems in der Ortsmitte. Viele weitere große und kleine Aufgaben sind in diesem Jahr zu erledigen. Ob Kanalsanierungsmaßnahmen, Straßeninstandsetzungen und Beschaffung von Fahrzeugen für den Bauhof. "Die Betreuungsangebote in Böbingen sind spitze", so Stempfle und lobt hier die beiden kirchlichen Kindergärten, die Mitarbeiter der Schule und er Jugendmusikschule. Seinen Bericht schloss Bürgermeister Stempfle mit der Information über die finanzielle Situation. "Der Gemeinde geht's gut". Man habe keine Schulden und noch ausreichend Rücklagen für Projekte, die in diesem Jahr anstehen. Sehr zufrieden zeigten sich die Senioren mit der Entwicklung und spendeten reichlich Applaus. .

Zurück zur Übersicht: Böbingen

Mehr zum Thema

Kommentare