Bucher Gruppe fertigt während Corona einen Flickenteppich

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Handarbeit, die verbindet: Eine Gruppe Frauen und ein Mann haben, in der Pandemie jeder für sich, bunte Vierecke gestrickt oder gehäkelt; zusammengefügt ist ein bunter Teppich entstanden, dessen Erlös der „Küche der Barmherzigkeit“ zugute kommt
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Wie aus der Idee, in der Isolation der Coronapandemie ein gemeinsames Werk zu schaffen, eine Aktion zugunsten der „Küche der Barmherzigkeit“ wird.

Heubach-Buch

Eine großzügige Spende geht an die „Küche der Barmherzigkeit“: 1000 Euro für die Armenienhilfe brachte ein Gemeinschaftswerk von 20 Bucher Frauen.

Angefangen hatte es, als Corona viele Menschen in die Isolation schickte. Halina Pelz setzte ein Gegenmittel gegen Einsamkeit und Traurigkeit. Sie griff zum Telefon, um sich Mitstreiterinnen für die Aktion zu suchen. „Wir arbeiten gemeinsam einen Flickenteppich. Notgedrungen jeder für sich allein, aber mit der Aussicht, dass am Ende alle Einzelstücke zusammenwachsen.“

Es ist fertig, das vielfältig gemusterte, farbige Stück und für 1000 Euro verkauft. Die Spende geht gemeinsam mit dem Teppich an die Armenienhilfe.

Es ist ein Werkstück, das so Unterschiedliches zeigt, wie die Menschen sind, die daran gearbeitet haben. Neben den Frauen auch ein Mann. Motive, die deutlich auf die aktuelle Zeit hinweisen wie Smileys, aber auch Löwenzahnblüten glaubt man auf dem Teppich zu sehen. Mit seinen 16 waagerecht und zehn senkrecht angeordneten Quadraten, umrahmt von einem dunkelblauen Band, hing es gut zu sehen auf einer Leine im Garten der Initiatorin.

Die Vernissage wurde von vielen Exponaten der Künstlerin Monika Geiger umrahmt. Der Pelz'sche Garten in Buch eignete sich hervorragend dafür, auf Entdeckungstour in Sachen Kunst zu gehen. In der Begrüßung brachte Gastgeberin Halina Pelz die Gäste zum Lachen: „Hier geht's nicht zur CMT, sondern wir feiern CFT, Corona-Flicken-Teppich.“ Ihren launigen Worten folgten musikalische Einlagen von Monika Holm auf dem Akkordeon.

Die Vorgaben für die Werkstücke waren einfach: Stricken oder Häkeln im Maß 15 mal 15 Zentimeter. Nicht alles, was gearbeitet wurde, ist schon im Teppich zu sehen. Zehn Stücke warten noch auf Integration, sie waren entweder später eingereicht worden oder fielen aus dem Maß. Doch zu sehen waren sie an prominenter Stelle. Halina Pelz präsentierte sie zu ihrem schwarzen Outfit als farbigen Schal um die Schultern.

„Ich weiß gar nicht mehr, welches mein Teil ist“, so eine der Besucherinnen. Die Antwort darauf war leicht, auf der Rückseite trugen alle Flecken Namensschildchen. Mit dieser Aktion hat die pensionierte Grundschullehrerin Halina Pelz etwas angestoßen, was die verordnete Isolation erträglicher machte und in einer großzügigen Spende für die Armenienhilfe endete.

  • „Küche der Barmherzigkeit“ startet
  • Die 28. Saison der „Küche der Barmherzigkeit“ beginnt in Armenien am Montag, 1. November. In Schwäbisch Gmünd beginnt die Saison am Freitag, 22. Oktober, um 18 Uhr mit einem Gottesdienst im Münster. Nach dem Gottesdienst gibt es auf dem Münsterplatz eine warme Suppe.
  • Spenden für die „Küche der Barmherzigkeit“ können auf dieses Konto der Kreissparkasse Ostalb eingezahlt werden:
    BIC: OASPDE6A
    IBAN: DE68 614 500 5004 4075 2987

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