Doch noch Windkraft am Utzenberg?

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Windenergie.
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Regionalverband schließt erneute Bewertung nicht aus, kann aber noch nichts Konkretes dazu sagen.

Heubach. Die Bundesregierung will den Ausbau von Windkraftanlagen erleichtern und hat dazu im Sommer ein Gesetz auf den Weg gebracht. Möglicherweise könnten dadurch an Stellen, an denen es bislang nicht möglich war, nun doch noch Windkraftanlagen gebaut werden.

In der Sitzung des Heubacher Gemeinderats erinnerte Stadtrat Martin Kelbaß an die Diskussion und die Suche nach geeigneten Orten für Windkraft vor rund zehn Jahren. Damals war von der Stadt Heubach auch der Utzenberg als möglicher Standort in den Blick genommen worden. An die in der Sitzung am Dienstag anwesende stellvertretende Direktorin des Regionalverbands, Eva-Maria Nordhus, richtete Kelbaß die Frage, ob dieser Standort nun vielleicht doch in Frage käme.

„Hochwertiges Gebiet“

Damals, so Eva-Maria Nordhus, seien die Pläne nicht weiter verfolgt worden, weil auf dem Utzenberg „hochwertige Bereiche“ für Natur und Erholung ausgemacht wurden, die diesen aus damaliger Sicht entgegenstanden. Stattdessen wurden drei Anlagen auf dem Falkenberg auf Gemarkung Bartholomä verwirklicht.

Und auf dem Utzenberg nahmen die Pläne für ein anderes Projekt an Fahrt auf: Die Stadt Heubach kaufte Anfang 2017 ein ehemaliges Bundeswehrgelände auf dem Utzenberg samt dem dazugehörigen Funkturm. Der aus Heubach stammende und an der Technischen Universität Kaiserslautern lehrende Professor und Bauingenieur Jürgen Graf entwickelte ein Konzept für einen Aussichtsturm, dessen Holz-Konstruktion sich um den bestehenden Funkturm herum nach oben winden soll.

Wie Eva-Maria Nordhus nun am Dienstag betonte, könne es im Zuge der „Fortschreibung des Ausbaus der erneuerbaren Energien“ durchaus sein, dass das Thema Windkraft auf dem Utzenberg wieder aktuell werde und die Voraussetzungen dafür geprüft würden. Zum aktuellen Zeitpunkt könne sie hierzu aber noch nichts Konkreteres sagen. 

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