Eine „schwebende“ Tanne zum Fest

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Das Heubacher Bauhof-Team fällt eine Tanne in Lautern, die in den kommenden Wochen den Heubacher Schlossplatz als Weihnachtsbaum zieren wird. Ein Einsatz mit Flugelement.

Heubach/ Lautern

Gegen 8 Uhr rückt der große gelbe Helling-Kran in der Lauterner Straße „Im Brühl“ 31 an. Um kurz nach 9 Uhr ist sein Einsatz dort beendet. Dazwischen liegt eine Bilderbuch-Baumfällung. Das Heubacher Bauhofteam hat dort im Vorgarten der Doppelhaushälfte eine Tanne gefällt, die in den kommenden Wochen den Heubacher Schlossplatz als Weihnachtsbaum schmücken wird.

Der Kran muss ordentlich platziert und gesichert werden, damit bei der Aktion nichts schief geht, erklärt Bauhof-Leiter Volker Germann. Seine Mitarbeiter entfernen an der stattlichen, etwa 13 bis 15 Meter hohen Tanne die Äste im unteren Bereich. Dann klettert der Bauhof-Chef mit einer Leiter in den Baum, um eine dicke Kette am Stamm zu befestigen. Eine gute Position der Kette sei wichtig, damit nachher - beim „Flug“ - der Baum nicht schwankt oder sich gar dreht, wie Baumhof-Mitarbeiter Georg Schmid erklärt. Erst wenn die Kette richtig sitzt, bringt der Kranführer diese ein klein wenig auf Spannung. Das Bauhof-Team ist eingespielt, die Handgriffe sitzen, es ist weder hektisch noch laut.

Tanne schwankt und kippt nicht

Krach macht lediglich Georg Schmids Motorsäge, mit der er die Tanne mit einem sauberen Schnitt fällt. Der Kranführer muss jetzt die Kette richtig spannen und den Baum nach oben ziehen. Dieser kippt nicht, schwankt nicht, dreht sich nicht, sondern „schwebt“, am Kran befestigt, senkrecht aus dem Vorgarten in Richtung Straße. Dort steht ein Anhänger des Bauhofes bereit, um die Tanne sicher nach Heubach zu transportieren. Vorsichtig bringen die Männer mit Hilfe des Kranes den Baum in die Horizontale, damit seitlich keine Äste kaputt gehen und er als Weihnachtsbaum von allen Seiten schön anzusehen ist.

„Die machen das richtig gut“, findet Uli Barth López, der mit seiner Frau Alondra beschlossen hat, den Baum aus dem Vorgarten entfernen zu lassen. Die Tanne habe das Haus weit überragt und viel Licht genommen. Ihm ging es auch um die Sicherheit, sagt Uli Barth López. Würde der Baum noch größer werden, müsse er regelmäßig auf Gefahrstellen überprüft werden. Ein wenig traurig ist er aber trotzdem, als er zuschaut, wie er gefällt wird. „Ich sehe mir auf jeden Fall an, wie er auf dem Schlossplatz aussieht.“

Mit dicken Spanngurten befestigen die Bauhof-Leute die Tanne auf dem Anhänger. Rund eine Tonne wiegt das Stück, schätzten die Profis und verabschieden sich samt Baum aus dem „Brühl“. Dann macht sich der Schwertransport auf den Weg nach Heubach. Auf dem Schlossplatz gibt's ein in die Erde eingelassenes Rohr für den Weihnachtsbaum. Wieder muss der Helling her, um die Tanne vom Anhänger ins Loch zu zirkeln. Das Bauhof-Team kleidet das Rohr mit Keilen aus, damit der Baum fest sitzt und nicht schwankt. Jetzt fehlen noch die goldenen Kugeln und die Lichterkette, damit der Weihnachtsbaum pünktlich zum ersten Advent am Sonntag leuchten kann.

Die Bauhof-Leute haben an diesem Tag aber noch keinen Feierabend. Auf sie wartet bereits ein weiterer Baum. Auf dem neu gestalteten Schulhof des Rosenstein-Gymnasiums ist ihr nächster Einsatzort. Der Baum dort wird dieses Jahr die Lauterner Dorfmitte als Weihnachtsbaum schmücken. „Da brauchen wir einen schlanken Baum, damit die Busse weiterhin auf dem Dorfplatz wenden können“, erklärt der Bauhof-Chef und macht sich mit seinem Team an die Arbeit.

Etwa zwei Wochen dauert es, bis die aufwendige Winterbeleuchtung in Heubach, Buch und Lautern installiert ist. Dazu zählen die geschmückten Bäume, Stadt-Logos an Straßenlaternen und als Banner über der Hauptstraße, Mieder an Straßenlaternen, Leuchtkugeln aus Drahtgeflecht, ein vergoldeter Torbogen am Blockturm und Mondstupfler-Figuren. Auf den Lichterfall an der Ruine verzichtet die Stadt in diesem Jahr, um Energie und Kosten zu sparen.

Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Vorgarten ohne Baum.
Georg Schmid rückt mit der Motorsäge an.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Mit einer dicken Kette befestigen die Bauhof-Mitarbeiter den Baum am Kran.
Halteverbot, damit der Baum gefällt werden kann.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Mit einer dicken Kette befestigen die Bauhof-Mitarbeiter den Baum am Kran.
Noch steht der Baum in der Lauterner Straße "Im Brühl" 31.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Der Weihnachtsbaum für den Schlossplatz kommt aus der Lauterner Straße "Im Brühl" 31.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Ein Helling-Kran ist nötig, um den Weihnachtsbaum aus dem Garten bis zum Schlossplatz zu transportieren.
Der Baum "fliegt" aus dem Garten in der Lauterner Straße "Im Brühl" auf den Anhänger.
Vorgarten ohne Baum.

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