Der Verkehr macht Heubacher Stadträten Sorgen

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Der Gemeinderat bestätigt die Kommandanten-Wahl (v.l.): Florian Schmid, Christian Kerlein, Dr. Joy Alemazung, Heinz Pfisterer.

Vor weiterem Beschluss zum Bebauungsplan Hornbergstraße ein Angebot über ein Verkehrsgutachten.

Heubach. Das Bebauungsplan-Verfahren Hornbergstraße in Heubach ist vorläufig unterbrochen. Es sollte nach veränderter Planung erneut als Entwurf festgestellt und ein zweites Mal offen gelegt werden. Die Räte folgten nach längerer Diskussion aber einem Antrag von Thomas Abele (CDU), vor einem erneuten Beschluss das Angebot für ein Verkehrsgutachten einzuholen. Schon bei der Bürgerfragestunde gab es Bedenken wegen zusätzlicher Verkehrsbelastung, der Entlüftung einer geplanten Tiefgarage und wegfallenden öffentlichen Parkplätzen.

Das Bauvorhaben in der Hornbergstraße – dort sollen in einem Gebäude mit drei Vollgeschossen insgesamt zwölf neue Wohnungen entstehen – ist in Zusammenhang mit dem Wohngebiet rund um Stuifenstraße und Hohenstaufenstraße zu sehen. Harald Wahl vom gleichnamigen Planungs- und Ingenieurbüro informierte zuvor über Planänderungen, die einen erneuten Entwurfsbeschluss nötig machen. Unter anderem geht es um die Einbeziehung des bisherigen separaten Baufensters für Balkone ins allgemeine Baufenster, um Veränderungen bei Außenanlagen und Regelungen für Aufschüttungen, Stützmauern und Einfriedungen. Der Verkehr sollte nach Einschätzung Harald Wahls dabei eigentlich keine Rolle spielen.

Die sogenannten Träger öffentlicher Belange, also Behörden und Interessenvertretungen, hätten keine Bedenken geäußert, weder Kreis noch Regierungspräsidium. Die Straßen seien so geschaffen, dass sie die Verkehrsbelastung aufnehmen könnten. Wahl sprach von zusätzlich 18 Fahrzeugbewegungen am Tag, Anwohner befürchten aber bis zu 200 zusätzliche Fahrten. Die geplante Tiefgarage samt Dachbegrünung hält Stadtrat Martin Kelbaß (BL) für positiv. So gebe es mehr Raum für Grün in diesem Wohngebiet. Aber man habe schon bei der Aufstellung des Bebauungsplans gefordert, ein Verkehrskonzept für das ganze Gebiet zu liefern. Schließlich seien die Stuifenstraße und die Hohenstaufenstraße zum Teil ohne Gehwege und besonders eng. Es könne auch Überlegungen zu Einbahnregelungen in diesem Bereich geben. Thomas Abele wollte das weitere Verfahren mit der Frage nach einem Verkehrsgutachten verknüpfen. Auch Gerhard Kuhn (UB) sieht beim Thema Verkehr noch Handlungsbedarf. Dort, so betonte er, seien auch Schüler unterwegs und die Verkehrssituation gehe zu Lasten der anderen Bewohner. Martin Kelbaß regte an, Parkraum, der für die Anwohner entfällt, an anderer Stelle zu schaffen.

In den Stellungnahmen zum Bebauungsplan wird darauf verwiesen, dass das für Wohnstraßen zulässige Verkehrsaufkommen von bis zu 400 Autos pro Stunde bei weitem nicht erreicht werde. Angesprochen wurde auch der Umgang mit dem Niederschlagswasser. Die dafür notwendigen Kanäle seien schon bei der Gesamterschließung für das jetzige Bauvorhaben mit einkalkuliert worden, so Harald Wahl. Im Übrigen gelte beim Hochwasserschutz auch das Prinzip des Eigenschutzes, etwa durch Rückstauklappen. Die Dachbegrünung, die nun vorgeschrieben sei, trage ebenfalls zu einer Verbesserung beim Thema Niederschlagswasser bei.

Dank an Feuerwehr

Es ist eine Formalie, der Gemeinderat muss der Wahl von Feuerwehrkommandanten zustimmen. Für Bürgermeister Dr. Joy Alemazung eine Gelegenheit, sich bei den Chefs der Wehr zu bedanken und ihnen zur Wahl zu gratulieren. Bei Heinz Pfisterer, der weiter Kommandant in Heubach ist, bei Christian Kerlein für sein Engagement als Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Lautern und bei seinem Stellvertreter Florian Schmid. Die Räte bestätigten einstimmig die bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heubach gewählten Funktionsträger.

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