Die Kirche ist für viele da

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Viele Mitstreiter, viele Themen, viele Aktionen: der Markt der Möglichkeiten zeigte die große Bandbreite der Kirchengemeinde.
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Besuchsdienst, Nachbarschaftshilfe, fairer Handel: Die ganze Bandbreite der kirchlichen Aktivitäten beim „Markt der Möglichkeiten“ der katholische Kirchengemeinde St. Bernhard in Heubach.

Heubach

Den Neustart des Gemeindelebens nach der Corona-Pause feierte die katholische Kirchengemeinde St. Bernhard mit Gottesdienst und anschließendem „Markt der Möglichkeiten“.

Auf dem Gelände rund um die Kirche waren zahlreiche Info-Stände aufgebaut, an denen sich viele Gruppierungen und Einrichtungen der Gemeinde präsentierten.

Für gutes Essen sorgten unter anderem die Pfadfinder, aber auch die Ministranten mit selbst gebackenen Küchlein. Neue Lernfelder in der Kirchengemeinde konnte jeder für sich entdecken. Eine Einführung in die liturgischen Dienste mit Anleitung: Was muss man als Lektorin können, als Kommunionhelferin? Probelektionen gab es in der Kirche. Der Kirchengemeinderat lud zur Gesprächsrunde zu Themen wie: Was arbeitet man im Kirchengemeinderat? Kirche heute? Ökumene Heubach?

Fröhliche Akkordeon-Klänge lockten zum Stand der „Seniorennachmittage“. Hier treffen sich Mitglieder der katholischen und evangelischen Heubacher Kirchen: „Wir möchten, dass Sie sich bei uns wohl und angenommen fühlen und Impulse für Ihren Alltag mitnehmen.“

Als „Brückenbauer“ sehen sich die Mitglieder der „Fokolar-Bewegung“. Sie informierten, dass sie den Geist der Geschwisterlichkeit in alle Bereiche des menschlichen Lebens hineintragen wollen.

Es gibt viel, das man aus fairem Handel genießen kann wie das breite Sortiment des Arbeitskreis „Frieden und Eine Welt“ vor Augen führte: Erdnusscreme, Schokolade, getrocknete Mangostreifen, Gummibären, Kakao, Honig und Kaffee. „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, das sind Themen, die uns in unserem Arbeitskreis bewegen!“, lautete die Information.

Weitere Stände informierten über die Arbeit der ökumenischen Hospiz- und Sitzwachengruppe, Ambulante Pflege mit christlichem Profil, Organisation Nachbarschaftshilfe und die ökumenische Sozialstation mit Café Sonnenschein für Menschen mit Demenz. Hier arbeiten engagierte Fachkräfte mit Ehrenamtlichen zusammen.

Die beiden katholischen Kindergärten St. Georg und St. Maria lockten mit einem Beschäftigungsprogramm aus Basteln von Namensarmbändern und Schlüsselanhängern sowie mit vielen bunten Stiften zum Malen. Mit wunderschönen Rosen machte der Besuchsdienst auf sich aufmerksam. Am 75. Geburtstag kommt der erste Besuch und bringt eine lesenswerte spannende Lektüre mit. Alle fünf Jahre wiederholt sich der Besuch, ab dem 90. Geburtstag kommt der Besuchsdienst zu jedem weiteren Festtag. Allen Geburtstagskindern wird eine Rose mit einem Grußstreifen überreicht.

Das Wetter machte großteils mit. Begonnen hatte der „Markt der Möglichkeiten“ im Sonnenschein, dann meldeten heftige Windstöße den Wechsel des Wetters an.

Zuvor war die Kirche gut gefüllt gewesen - nach Corona-Regeln. Mit vielstimmigem Gesang begleiteten der Kirchenchor und Niels Thorwarth an der Orgel den Gottesdienst. Kirche ist ein Ort, an dem Gottes Geist wehen kann, so leitete Pfarrer Bernhard Weiß seine Predigt ein. Um daran zu erinnern, wie erfrischt man sich als Getaufter fühlen kann, begab sich Weiß auf den Weg durch den Mittelgang der Kirche und sprengte Weihwasser in die Reihen der Gemeinde.

An den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnerte der Pfarrer. Viele jammerten damals über die Lebensbedingungen: “Wären wir doch nur in Ägypten geblieben, da hatten wir zu essen!“

Daraufhin nahm Moses 70 Älteste und verließ mit ihnen das Lager. Gott legte seinen Geist auf sie. Doch einige murrten, weil zwei von ihnen im Lager geblieben seien und dort predigten, obwohl Gott doch nur den Ältesten den Geist gegeben hätte. „Gottes Geist ist kein Franchise-Unternehmen!“, so Pfarrer Bernhard Weiß, „es ist gut, wenn sich der Geist Gottes auf viele verteilt, er wirkt auf vielerlei Weise.“

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