Ein Mögglinger als Fotomodell

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Marco Hochsteiner kann sich in diesem Jahr in ganz Heubach beim Mountainbiken zuschauen: der Mögglinger ist der Mann auf dem Plakat fürs Bike the Rock 2021.
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Der erste „Coverboy“ von hier: Marco Hochsteiner (43) aus Mögglingen ist der Biker, der dieses Jahr auf dem Plakat des Bike the Rock zu sehen ist.

Heubach

Sie hatten schon Weltmeister drauf, diesmal ist es ein Mögglinger: Marco Hochsteiner ist in diesem Jahr das Gesicht des „Bike the Rock“ - er ist auf dem Plakat 2021 zu sehen. Es ist eine Premiere, denn einen lokalen Biker war noch nie drauf. Stattdessen Sportler wie Olympiasieger Julien Absalon - internationale Topfahrer, mit denen sich Heubach in den letzten Jahren schmücken konnte.

Das „Bike the Rock“ war und ist immer beides: Internationaler Spitzensport und Event für die lokale Radsportszene zugleich. In diesem Jahr ist nur noch Teil zwei, der für die Hobbyfahrer, übrig geblieben ist vom Programm. Das Profirennen, das im Frühjahr auf dem Terminplan stand, waren wegen Corona angesagt worden.

Einen Morgen lang, am ersten Mai-Wochenende, hing Marco Hochsteiners Bild damals in den Heubacher Straßen, dann war's gleich wieder vorbei. Es war noch eine andere Corona-Zeit als heute: mit ganz wenig Geimpfen, aber steigenden Infektionszahlen. Also untersagte das Landratsamt die Veranstaltung, und die Plakate kamen wieder weg. „Als ich mittags um eins nach Heubach kam, waren sie schon nicht mehr da“, erinnert sich Hochsteiner.

„Back to the roots“, zurück zu den Wurzeln mit den Hobbyfahrern im Mittelpunkt, das Motto gilt jetzt fürs 2021er-Bike-the-Rock, findet Organisationschef Eckhard Häffner. Weshalb es besonders gut passe, „dass wir diesmal einen Biker von hier auf dem Plakat haben“. Marco Hochsteiner gibt die Lorbeeren zurück an den Bike-the-Rock-Macher: „Das war Eckis Idee“, sagt er. Man duzt sich unter Bike-Enthusiasten.

Hätte es ein Bewerbungsverfahren um den Platz auf dem Plakat gegeben, Marco Hochsteiner wäre ziemlich sicher der qualifizierteste Bewerber gewesen. Da ist die gute Haltung auf dem Rad, der hohe Wiedererkennungseffekt auch unter Radhelm und Brille, weil Hochsteiner einen ziemlichen langen Bart trägt. Auch sportlich passt's: Vor zwei Jahren hat er in Heubach das Marathon-Rennen auf der Langdistanz gewonnen. Außerdem ist Hochsteiner ein Mann der ersten Stunde. „Beim ersten Bike the Rock 2001 war ich schon am Start“, erinnert er sich, „ich bin eigentlich seit dem ersten Tag dabei“. In diesem Jahr macht er, wie viele andere Treue, einfach weiter. Arbeitet wieder mit, diese Woche, abends nach Feierabend beim Absperren der Strecke, am Renn-Samstag in der Verpflegungszone.

Morgens arbeiten, mittags selber fahren, so sieht dieses Jahr sein Plan aus. „Meine Langdistanz im Marathon gibt es dieses Jahr nicht, also werde ich dieses Jahr wohl das Enduro-Rennen fahren.“ Eine Disziplin, in der man als 43-Jähriger schon zu den Oldies gehört. „Ich hab' nachgeschaut, in meiner Altersklasse sind wir nur noch vier oder fünf“, erzählt er. Aufs Plakat ist er auch schon angesprochen worden. „Ob jetzt in Heubach ein Veteranenrennen stattfindet, war eine Frage“, erzählt er. Zuletzt hat Marco Hochsteiner noch was dazugelernt in seinem Alter: Auch ein Bild auf dem Bike-the-Rock-Plakat kostet „Zeitungsbier“.

  • Ein Bike the Rock, in drei Abschnitten
  • Rennen: Der erste Start ist am Samstag um 8 Uhr, da beginnt das Marathonrennen. Um 13.30 Uhr startet das Enduro-Rennen, ab 14 Uhr gibt es die Hobbyrennen der Kinder und Jugendlichen. Ab 17 Uhr: Finale Enduro-Race und Pumptrack-Rennen.
  • Zuschauer: Den ganzen Tag bleiben geht nicht: Es wird drei Zuschauerblöcke a 500 Leute (morgens ab 8 Uhr, nachmittags ab 13.30 Uhr, abends ab 17 Uhr) geben, nach jedem Block müssen alle wieder gehen.

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