Heubacher Hirsch: Schwäbische Leckereien zum Bier

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Hirsch Heubach
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Im Heubacher Brauerei-Gasthof „Goldener Hirsch“ gibt es schwäbische Gerichte und Saisonales wie Spargel und Wild in uriger Atmosphäre. Ein Blick in Speisekarte und Gastraum.

Heubach

Wer den „Goldenen Hirsch“ in Heubach besucht, der kommt um ein frisch gezapftes Heubacher Bier nicht drumrum. Umso besser schmeckt dies in Begleitung eines saftigen Zwiebelrostbratens mit deftiger Soße und knusprigen Bratkartoffeln. Oder mit selbst gemachten Kässpätzle und geschmälzten Zwiebeln. Oder schlicht mit paniertem Schnitzel und Pommes. „Wir kochen regional und saisonal“, erklärt Joachim Ferner, der als Pächter seit über zehn Jahren an der Theke und in der Küche des Lokals zu finden ist. Salate, Gemüse und Fleisch kommen teils von regionalen Erzeugern, teils vom Großmarkt. „Nur so können wir das Preisniveau halten“, erklärt Ferner. Was ihm wichtig ist: „Die Spätzle müssen selbst gemacht sein - keine Frage.“ Über 300 Eier verarbeiten die drei Köche und ihre Küchenhilfen dafür jede Woche.

Geschmack, Qualität und Service passen hervorragend: Zur Begrüßung gibt's ein leckeres Bärlauchpesto mit knusprigem Baguette. Bei den Hauptgerichten stehen Schnitzel-Klassiker, Fischgerichte mit Forelle und Lachs, Vegetarisches wie Kässpätzle, überbackenes Grillgemüse und ein zünftiges Vesper mit Wurstsalaten auf der Speisekarte. Im Frühling gesellen sich Gerichte mit Spargel dazu, im Herbst gibt's Kürbiscremesuppe und Wild. Dazu empfiehlt der Küchenchef - wie soll's anders sein - Biere der gegenüber liegenden Heubacher Hirschbrauerei. Kellerpils, Hefeweizen, Halbe und alkoholfreie Biere finden sich samt kurzer Erklärungen auf der Getränkekarte. Die Portionen sind vollkommen ausreichend - und schmackhaft. Wer danach noch einen Nachtisch packt, dem seien die warmen, außen knusprigen und innen saftigen Apfelküchle ans Herz gelegt. Zum Abkühlen wird dazu Vanilleeis gereicht. Herrlich!

Die Spätzle müssen selbst gemacht sein - keine Frage.“

Joachim Ferner, Gasthof „Goldener Hirsch“

Großer Biergarten im Sommer

Herrlich sitzen die Gäste auch im Sommer im großen Biergarten hinterm Haus. „Es kommen viele Stammgäste, aber auch Wochenendausflügler aus dem Remstal“, erklärt Joachim Ferner. Radfahrer, Wanderer, Familien - der stattliche Brauerei-Gasthof an der Hauptstraße in Richtung Bartholomä mit Blick auf die Brauerei und den Rosenstein lockt viele an.

Angefangen hat aber alles in der Beurener Straße. Dort standen einst Brauerei und Gasthaus. Jakob Hornegger ließ im Jahr 1725 erstmals den Namen Hirschbrauerei festschreiben. 1848 brannte das Anwesen ab. Der damalige Schultheiß Gösele aus Bartholomä errichtete es am heutigen Standort neu. 1874 erwarb Leonhard Johann Mayer die Brauerei und das Gasthaus „Zum Goldenen Hirsch“ vom damaligen Besitzer Johann Grupp. 1909 übernahm sein Sohn Leonhard Mayer mit Frau den Betrieb. In den Folgejahren vergrößerte sich die Brauerei, nahm mehr Raum und Zeit in Anspruch. Deshalb verpachtete die Brauerei den Gasthof im Jahr 1927 an Julius Weber. Das Unternehmen zog auf die gegenüber liegende Straßenseite. 1939 wurden die Gasträume des Hirsches modernisiert und neu eingerichtet. Diese Einrichtung ist im Hauptgastraum bis heute erhalten. Im Obergeschoss entstanden Hotelzimmer. Aktuell sind's zwölf Zimmer, die Auslastung sei - nach zwei miesen Pandemiejahren - nun wieder gut, berichtet Ferner. 2011 wurde das gesamte Gebäude grundlegend modernisiert und neu gestaltet, der Charakter des Brauerei-Gasthofes wurde aber erhalten. Ein Glück für die Gäste, denn es lässt sich gut aushalten im urigen Gastraum mit zünftigen Speisen.

Hier schmeckt's

Besonders beliebt: das Heubacher Leckerle: Schweinemedaillons mit karamellisierten Champignons, feiner Cognacsoße, Kässpätzle und Salat für 18,50 Euro.
Das teuerste Gericht: Zwiebelrostbraten vom Rinderrücken mit geschmälzten Pfannenzwiebeln, Bratkartoffeln, deftiger Soße und Salat für 21,50 Euro. In der Saison: deutscher Stangenspargel mit Rinderfilet, Petersilienkartoffeln und wahlweise Nussbutter oder Sauce Hollandaise für 25 Euro.
Das günstigste Hauptgericht: Schweinebraten „Braumeister“ in dunkler Biersoße mit hausgemachten Eierspätzle und Salat für 12,90 Euro, vegetarisch: bunte Nudeln an Sahnesößle mit karamellisierten Cherry-Tomaten und Rucola für 10 Euro. Kalte Küche: Wurstsalat für 8 Euro.
Sitzplätze: innen insgesamt etwa 140, im Biergarten etwa 80 Plätze.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag jeweils von 11 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr, Samstag ab 17 Uhr, Sonntag von 11 bis 14.30 Uhr und
ab 17 Uhr.

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