Heubacher Stadtbibliothek kommt ins Triumph-Areal

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Wegen der Sanierung des Schlosses kommt die Heubacher Stadtbibliothek ins Triumphareal.
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Sanierung des Schlosses erfordert den Ortswechsel. Umzug in etwa einem Jahr. Am neuen Ort könnte die Bibliothek auch von der Laufkundschaft profitieren.

Heubach

Die Sanierung des Heubacher Schlosses zeichnet sich ab. Bürgermeister Dr. Joy Alemazung rechnet mit einem Baubeginn Anfang 2024. Schon jetzt müssen aber Ausweichquartiere für die im Schloss etablierten Einrichtungen gefunden werden, allen voran für die Stadtbibliothek. Die wird nun auf dem Triumph-Areal Platz finden, die dortige Sheddach-Halle bietet den entsprechenden Platz. Investor Uli Geist hat der Stadt das Angebot unterbreitet, der Gemeinderat  stimmte in der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung für diesen Vorschlag. 

Wir haben uns früh um Ersatzräume bemüht.“

Eckhart Häffner,, Leiter des Hauptsamts

„Wir haben uns früh um Ersatzräume bemüht“, sagt Hauptamtschef Eckhard Häffner, denn passende Flächen in zentraler Lage seien eher schwer zu finden. Die Stadt muss am  neuen Standort keine Umbauten vornehmen, „wir erhalten das Gebäude im Industriestandard“, sagt er weiter. Kosten entstünden lediglich durch die WLAN-Installation. Und durch den Umzug, so müssten Theke und Regale im Schloss ab- und am neuen Standort wieder aufgebaut werden.

Eine Umstellung wird es in der vermutlich für mehrere Jahre ausquartierten Stadtbibliothek dennoch geben. Sie agiert derzeit auf einer Fläche von 360 Quadratmetern. Zwar ist das neue Quartier 400 Quadratmeter groß, aber die überdachte Terrasse nimmt einen beachtlichen Teil der Fläche weg. Für die Bücherei selbst bleiben dann nur rund 190 Quadratmeter. Bibliothekschefin Martina Müller bereitet sich jetzt schon  darauf vor. Man werde versuchen, möglichst viel des bestehenden Angebots weiter bieten zu können. Außerdem hat sie ein strengeres Auge darauf, was aktuell in den Regalen bleiben kann. „Wir betreiben in der Stadtbibliothek einen permanenten Bücherflohmarkt, geben laufend gebrauchte Medien ab“, sagt sie. Und was gar nicht mehr zu gebrauchen ist, muss auch mal in die von Vereinen organisierte Papierabfuhr. 
Den neuen Standort schätzt Marina Müller, „eine Toplage“, sagt sie und sieht Vorteile durch die Nähe von Freibad, Seniorenanlage  und Kita. „Wir könnten dort noch mehr auf die Laufkundschaft setzen.“ Schon jetzt kann die Stadtbibliothek mit Nachfrage punkten.

Räume fürs Mieder-Museum

In guten Jahren gehen 95 000 Medien über den Tisch, weitere über den Onlinedienst  ostalb-onleihe.de. Rund 2000 Menschen verfügen über eine Kundenkarte und können so jederzeit unter rund 24 000 Büchern, Zeitschriften, Spielen, Kassetten,  CD, Hörbücher und DVD auswählen. Auch wenn die Terrasse Platz beansprucht, sie soll von Frühjahr bis Herbst besonders genutzt werden, unter anderem für Veranstaltungen wie Lesungen.

Und es gibt einen weiteren Anziehungspunkt auf dem Triumph-Areal: „Wir werden dort zwei Räume für das Miedermuseum bereit halten“, sagt Eckhard Häffner. Die Stadt wolle damit vermeiden, dass dieses Museum wegen langer Schließung ganz in Vergessenheit geraten könnte. Allerdings könne man keine wirklich adäquaten Ausstellungsräume bieten, das Ambiente des Schlosses lasse sich nicht an einem anderen Ort verwirklichen. Vorteil der Lösung: Das kleine Miedermuseum könne durch das Personal der Stadtbibliothek geöffnet werden.

Der Umzug aufs Triumph-Areal ist nicht der erste Ortswechsel der Stadtbibliothek. Sie war nach Worten von Martina Müller früher in der Realschule untergebracht. Die heutige Leiterin packte selbst beim Umzug 1997 in die renovierten Räume des Schlosses mit an. Damals wurden große Stahlträger eingebaut, um die Statik zu sichern und einen Publikumsverkehr überhaupt zu ermöglichen. Wie lange das künftige Ausweichquartier herhalten muss, das können die Beteiligten noch nicht abschätzen. Von „mindestens drei bis vier Jahren“ ist die Rede.

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