Heubacher Stadträte wollen Tempo 30 in Buch

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Geht es nach dem Gemeinderat Heubach, soll in der Ortsdurchfahrt Buch künftig Tempo 30 gelten, dies soll mit einem stationären Blitzer kontrolliert werden. Zwischen Heubachbund Buch soll nur noch Tempo 70 erlaubt sein.
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Gemeinderat Heubach spricht sich am Dienstag für Tempo 70 zwischen Heubach und Buch, Tempo 30 in der Bucher Ortsdurchfahrt und einen Blitzer aus. Anordnen kann die Stadt das aber nicht.

Heubach. An der Landesstraße zwischen Buch und Heubach sowie in der Ortsdurchfahrt in Buch soll sich einiges ändern. Das beschloss der Gemeinderat Heubach in seiner Sitzung am Dienstagabend in der Stadthalle. Die Stadträte beauftragten die Verwaltung, drei Maßnahmen beim Landratsamt zu beantragen.

Tempo 70

Zwischen Heubach und Buch soll, statt wie bisher 100 km/h, nur noch Tempo 70 erlaubt sein. Der Punkt war bei den Gemeinderäten unstrittig. Gerhard Kuhn sprach für alle, als er meinte, dies sei eine sinnvolle Maßnahme, auch hinsichtlich des geplanten neuen Baugebiets „Auhölzle“ entlang der Landesstraße in dem Gebiete.

Situation in Buch

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt und einen Blitzer, der den Verkehr in beide Richtungen überwacht, zu beantragen. Der stellvertretende Bürgermeister Karl Grötzinger betonte, dass es am Landratsamt sei, darüber zu entscheiden. Auch die Wahl des genauen Blitzer-Standorts könne die Stadt nicht beeinflussen. Die Kosten für diesen variieren laut Grötzinger je nach Standort zwischen 31 000 Euro und 46 000 Euro. Stadtrat Thomas Abele stellte klar, dass die Stadt für den Aufbau bezahlen müsse, die weiteren Kosten für den Betrieb übernehme der Kreis.

Die Fragen von Stadtrat Jürgen Tiede, ob der Blitzer auf Tempo 30 oder auf Tempo 50 eingestellt sei, und von Dr. Gerd Merinsky, ob es möglich sei, in der Nacht und am Tag unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten zu erlauben, konnte die Verwaltung am Dienstag nicht beantworten.

Radweg und Querungshilfe

Karl Grötzinger bezeichnete die Verkehrsführung in Buch für Radfahrer und Fußgänger als nicht zufriedenstellend. Insbesondere die Einmündung der Erlenstraße auf die Hauptstraße sei eine kritische Stelle. Die vorhandene Verschwenkung am Ortseingang Richtung Heubach liege zu weit innerhalb der Ortsdurchfahrt und sei eine „komplette Fehlplanung“. Die Verwaltung schlug vor: einen Radschutzstreifen Richtung Bargau, die Verlegung der Verschwenkung etwa 80 Meter Richtung Heubach und den Bau einer Querungshilfe. Das Ingenieurbüro Bartsch sei beauftragt, das Konzept auszuarbeiten. Die genauen Kosten konnte Karl Grötzinger am Dienstag nicht nennen, es komme auch darauf an, ob die Kosten, etwa für die Querungshilfe, vom Land übernommen werden. Er sprach aber von „mehreren hunderttausend Euro“. Frank Schührer begrüßte die Maßnahmen grundsätzlich, warb jedoch dafür, langfristig eine bessere Radwegeverbindung zwischen Heubach und Buch, „weg von der Straße Richtung Süden“, ins Auge zu fassen.

Der Gemeinderat stimmte bei einer Gegenstimme von Günther Lux zu, dass die Verwaltung diese Pläne weiter verfolgen soll und dafür Mittel in den Haushalt eingestellt werden.

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