Realschule Heubach soll saniert werden

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Zwar wurde an der Realschule Heubach in den vergangenen Jahren einiges gemacht, etwa der Brandschutz ausgebaut. Dennoch habe sich laut Stadtverwaltung ein „großer Sanierungsstau“ gebildet, der nun angegangen werden soll. Foto: Tom
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In dem Gebäude aus den 1970er-Jahren hat sich nach Angaben der Heubacher Stadtverwaltung ein „großer Sanierungsstau“ gebildet. Wie dieser nun Schritt für Schritt beseitigt werden soll.

Heubach

Das Gebäude der Realschule Heubach soll saniert werden. Wie und wann genau und welche Zuschüsse beantragt werden sollen, damit beschäftigt sich der Gemeinderat am kommenden Dienstag, 24. Januar. Wie der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist, habe sich über die Jahre „ein großer Sanierungsstau gebildet“.

Die Geschichte der Realschule

Das Schulgebäude wurde zwischen 1975 und 1977 errichtet und durch einen Verbindungsgang mit der bereits bestehenden Schillerschule zusammengeschlossen. 1990 wurde das Schulzentrum durch das sogenannte Weiße Haus ergänzt. 1993 erfolgte durch den erhöhten Raumbedarf die Aufstockung des südlichen Gebäudeteils um weitere sechs Klassen und zwei Nebenräume.

Was wurde bisher gemacht?

Weil die Anforderungen an den Brandschutz gestiegen seien, wurde die Realschule von 2008 bis 2011 für rund eine Million Euro brandschutztechnisch ertüchtigt. Seit dieser Zeit seien über die Jahre in kleinen Schritten verschiedene Sanierungen gemacht worden, etwa die Fenster ausgetauscht oder der Chemiesaal modernisiert. Darüber hinaus stünden in jedem Klassenzimmer Beamer, Apple-TV und Lautsprecher bereit und sämtliche Leuchten wurden auf LED umgestellt.

Was steht an?

Vor allem die Oberflächen der Wände und die Linoleumbodenbeläge in den Klassenräumen, den Fachräumen und Fluren aus den 1970er-Jahren seien sanierungsbedürftig, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Ausstattung sämtlicher Fach- und Vorbereitungsräume sei ebenfalls in die Jahre gekommen, teilweise nicht mehr benutzbar. In den Werkräumen hingegen könne das Hirnholzparkett abgeschliffen und neu eingelassen werden und somit erhalten bleiben. Der Verwaltungsbereich soll räumlich umgestaltet und vergrößert werden, um moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Am hinteren Schulhof soll ein Aufzug angebaut werden. Die Gebäudehülle mit den Betonfertigteilen könne energetisch nicht wirtschaftlich ertüchtigt werden, da die Anschlüsse an sämtliche Fensterelemente technisch nicht machbar seien und auch die Sichtbetonelemente nur bedingt gedämmt werden könnten.

Sämtliche Dachflächen wolle die Verwaltung energetisch ertüchtigen und, falls möglich, mit Photovoltaik ergänzen. Die Fassade soll einen neuen Anstrich bekommen.

Vor allem im hinteren, südlichen Schulhofbereich hätten sich Setzungen gebildet, und das Gesamterscheinungsbild wirke „sehr trist und abweisend“. Daher sollen hier die Belagsoberflächen saniert und „eine Umgestaltung nach den heutigen Bedürfnissen für Ruhe- und Bewegungszonen mit Aufenthaltsqualität geschaffen werden“.

Wie wird das finanziert?

Bei Kosten von knapp neun Millionen Euro sei die Stadt Heubach auf öffentliche Fördermittel angewiesen. Bis Februar wolle die Verwaltung daher einen Antrag auf Zuwendung aus dem Ausgleichstock sowie bei der Schulbauförderung stellen.

Die Sanierung soll in zwei große Bauabschnitte aufgeteilt werden. Der erste Abschnitt umfasse das Dach, die Fassade, den Sonnenschutz und die Fenster sowie den Anbau des Aufzuges und die Sanierung der Freianlagen.

Im zweiten Abschnitt geht's an die Umgestaltung des Verwaltungsbereiches, sämtliche Oberflächen in den Klassen- und Fachräumen sowie an die öffentlichen Aufenthaltsbereiche und Flure.

Bis zum Versand der Sitzungsvorlage sei noch nicht geklärt, ob es sinnvoll sei, einen großen Gesamtantrag über neun Millionen Euro zu stellen und die Bauabschnitte über vier bis fünf Jahre auszulegen oder ob die Maßnahmen in zwei Pakete und dann auch zwei Anträge aufgeteilt werden sollen. Auch das soll in der Sitzung diskutiert werden. Zudem stellt Architekt Matthias Schmid die Pläne im Detail vor.

Weitere Themen der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 24. Januar, ab 18 Uhr in der Stadthalle sind unter anderem der Haushaltsplan 2023 und die Erstellung eines Ökokontos.

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