Wer will mit ins Heubacher Nahwärmenetz?

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Die Beteiligten vor der Fernwärmeleitung.
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GEO und Stadt Heubach bauen das Nahwärmenetz weiter aus. Derzeit können im Bereich Klotzbachstraße Hausanschlüsse sehr günstig verlegt werden. Was sind die Vorteile?

Heubach

Die Bagger sind schon da. Deswegen haben Bürgermeister Dr. Joy Alemazung, Matthias Kolb vom Stadtbauamt und Tobias Koller, Geschäftsführer der Gesellschaft für Energieversorgung Ostalb (GEO), zum Pressetermin an die Ecke Klotzbachstraße/Stettiner Straße geladen. Ausgehend vom Heizhaus an der Nordrandstraße, wird hier das Nahwärmenetz ausgebaut. Über die Klotzbachstraße bis zum Haus Übelmesser in der Adlerstraße, wie Matthias Kolb informiert.

Alle Anlieger seien war schon informiert worden, dennoch wollten die Verantwortlichen dies nochmals ins öffentliche Bewusstsein bringen. Rund 30 Interessenten gibt es laut Tobias Koller entlang der Strecke, wovon ein Drittel zugesagt hätte.

Woher kommt die Wärme?

Das Rohbiogas kommt aus einer Biogasanlage der Gastom GbR in Beiswang. Die wiederum wird von 330 Milchkühen der Familien Gebhardt und Hilbert sowie mit dem Mist weiterer Betriebe der Umgebung und nachwachsender Rohstoffe „befeuert“. Ein Gärprozess verwandelt Gülle und Mist, dazu Gras- und Maissilage in Biogas.

Welche Vorteile hat es?

Wer ans Nahwärmenetz angeschlossen ist, kann sich künftig die Kosten für den Schornsteinfeger sparen, weil ja im Haus keine Verbrennung mehr stattfinden, erläutert Matthias Kolb. Auch der „Ölduft“ der Ölheizung sei dann passé. Von Einsparungen bei den Kosten und dem Nutzen für die Umwelt gar nicht zu reden. Auch der Aufwand sei gering: alte Ölheizung raus, Wärmetauscher rein, fertig. Gerade bei Altbausanierungen sei der Anschluss sehr interessant, wie Tobias Koller betont. Schließlich liege der „Primärenergiefaktor“, also der Wert, der von der Gewinnung der Energie bis zum Verbrauch derselben verlorengeht, nahezu bei Null. In Sachen CO2-Reduzierung könne so bei Altbausanierungen schon viel über das Thema Energie erreicht werden.

Warum gerade jetzt?

Eben weil die GEO derzeit mit der Firma Stegmeier sowieso am Bauen ist, sei jetzt der richtige Zeitpunkt für die Anwohner, sich zu melden und den Anschluss zu machen. „So können wir ein günstiges Angebot garantieren“, macht Kolb klar. Auch für die GEO und die Stadt sei es natürlich gut, möglichst viele Haushalte an das entstehende Netzwerk anzubinden. Die Stadtverwaltung bitte alle Bürger um Verständnis wegen Lärm, Schmutz und der vorübergehenden Verschärfung der Parksituation.

Gut für Heubach

Bürgermeister Alemazung nennt den Ausbau des Nahwärmenetzes „günstig, sauber, unabhängig“. Die Stadt Heubach leiste so einen Beitrag für saubere Energie. Gemeinsam mit der GEO sei sie hier auf einem sehr guten Weg. Gerade die aktuelle weltpolitische Lage zeige, wie wichtig es sei, unabhängiger in Sachen Energie zu werden, ganz zu schweigen von der Nachhaltigkeit sowie dem Umwelt- und Klimaschutz. „Das gibt uns allen einen größeren Handlungsspielraum“, ist Joy Alemazung überzeugt.

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