Sicherheit bei der Heuchlinger Wasserversorgung

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Die Erschließung des Neubaugebiets Lindenbrunnen in Heuchlingen ist jetzt gestartet, sie kostet 1,2 Millionen Euro.
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Heuchlingen baut einen Reservetrinkwasserspeicher für rund 780 000 Euro. Der Zuschuss für Feuerwehrfahrzeug kommt.

Heuchlingen. Rund 780 000 Euro wird Heuchlingen in die Verbesserung der Wasserversorgung investieren. Hierfür wird ein Reservetrinkwasserspeicher am nordöstlichen Teil des Baugebietes „Gehren“ gebaut. Die Heuchlinger Gemeinderäte erhielten am Montag in ihrer Sitzung Erläuterungen von Ingenieur Frank Biekert vom Mutlanger Büro LK&P-Ingenieure dazu, wie das Bauwerk aussehen wird. Bürgermeister Peter Lang machte klar, dass man für die Kapazität des Wasserspeichers „alles nimmt, was das Grundstück hergibt“. Da bedeutet: Der Speicher wird über ein Reservevolumen von 150 Kubikmetern verfügen.

Biekert kündigte den Baustart für April 2022 an. Mit einer Bauzeit von rund drei Monaten wird gerechnet. So wird der Reservetrinkwasserspeicher zur gleichen Zeit fertiggestellt sein, wie die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Lindenbrunnen“. Diese hat die Firma Georg Eichele aus Untergröningen Ende August begonnen. Kostenpunkt: 1,2 Millionen Euro. Der Wasserspeicher wurde für rund 780 000 Euro an die Firma Hans Ebert aus Pommertsweiler vergeben.

Höherer Wasserdruck

Zum einen ist so eine Trinkwasserreserve für die Bürgerschaft für zwei Tage garantiert, sollte es einen Defekt in der Wasserleitung geben. Zum anderen dürfen sich die Heuchlinger auf einen höheren Wasserdruck freuen. Über ein Bar kann erhöht werden. Denn im Zuge des Baus werden vier Pumpen installiert, die diese Druckerhöhung ermöglichen. Zudem, so verdeutlichte Biekert, gebe es noch eine Reserve für weitere zwei Pumpen, die bei Bedarf nachträglich installiert werden können.

Durch den Bau des neuen Wasserspeichers wird die Gemeinde in unterschiedliche Wasserdruckzonen eingeteilt. Zwei entsprechende Zonentrennschächte werden gesetzt. Was auch für die Feuerwehr relevant ist, wie Gemeinderat Timo Altrock feststellte. Die Einsatzpläne werden aktualisiert. Bürgermeister Lang informierte in diesem Zusammenhang, dass dieser Trinkwasserspeicher auch für rund drei Stunden Löschwasserentnahme garantieren kann. Der Reserve-Trinkwasserspeicher wird mit rund einem Meter Erde abgedeckt. So ist man im Winter sicher, erinnerte Biekert an die Frostgrenze. Zum abfallenden Feldweg hin gibt es eine Gabionenwand als Sichtschutz. „Wenn das neue Baugebiet bebaut wird, ist dann auch der höhere Wasserdruck da“, freute sich Peter Lang.

145 000 Euro Zuschuss

Frohe Kunde gab es seitens der Zuschussbehörde: Das Land beteiligt sich mit 120 000 Euro aus dem Ausgleichstock an der Beschaffung eines Gerätewagens Logistik 1. Vom Feuerwehrwesen (Z-Feu) fließen zudem 25 000 Euro. Nun wird die professionelle Ausschreibung für das mehr als 300 000 Euro kostende Einsatzfahrzeug vorbereitet.

Beide Baugesuche, die zur Beratung anstanden, wurden vertagt. Stellungnahmen der Behörden fehlen noch.

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