Kandidat Joswig: „Das ist vom Tisch“

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Christian Joswig
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Kein Rechtsstreit, nur ein Widerspruch: Wie eine Böbinger Stützmauer in den Heubacher Wahlkampf geriet.

Heubach/Böbingen. Ist Christian Joswig, Bürgermeisterkandidat in Heubach, in einem Rechtsstreit mit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Rosenstein? Nein, sagt Christian Joswig. Die Baurechtsbehörde der VG bestätigt das. Das Wort von der „juristischen Auseinandersetzung“ hatte am Rande von Wahlveranstaltung die Runde gemacht.

Joswig ist einer der Kandidaten, die am 17. Oktober in Heubach zur Wahl antreten. Als Bürgermeister würde er Verbandsvorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft. „Es gab keinen Rechtsstreit“, sagt Joswig, der seit zweieinhalb Jahren in Böbingen wohnt. Wohl aber eine Meinungsverschiedenheit des Bauherrn Joswig mit der Baurechtsabteilung der VG wegen einer Stützmauer an dessen Grundstück im Böbinger Gebiet Bietwang Nord. „Ich wollte die höher bekommen“, sagt Joswig. Höher als im Bebauungsplan vorgesehen. Also habe er er einen entsprechenden Antrag eingereicht - „und eine Ablehnung bekommen.“ Dann habe er dagegen einmal Widerspruch eingelegt, und sei darum auch in Sitzungen des Böbinger Bauausschusses gewesen. „Ich war hartnäckig, das gebe ich zu“, sagt er. Aber er habe sich eben angesichts der Hanglage dafür eingesetzt, „ein Grundstück zu haben“. Inzwischen sei aber alles geklärt: „Ich habe die Genehmigung bekommen, es ist jetzt der Bebauungsplan geändert.“ Beides bestätigt Martina Zang von der Baurechtsbehörde: „Das Widerspruchsverfahren ist beendet.“

Auch andere Anwohner, so erzählt Joswig, hätten die gleichen Anliegen gehabt. Die Stützmauer steht noch nicht, soll aber zeitnah gebaut werden. Höhe: „1,20 Meter ab bestehendem Gelände, das ist die Bemessungsgrundlage.“ Das entspreche vom Gehweg etwa 1,60 Meter, so Joswig. Sollte er in Heubach gewählt werden, werde es also keinen Interessenskonflikt geben, versichert er. Sein Vorgehen verteidigt Joswig abschließend: „Es ist doch wichtig, dass in der Demokratie Nachfragen und Widerspruch erlaubt ist.“ So halte er das auch in seinem Wahlkampf: „Man muss miteinander diskutieren, über offene Fragen reden.“ 

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