Lautern spielt Trümpfe aus

+
Die Kommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ bei der Besichtigung in Lautern.
  • schließen

Bewertungskommission für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu Besuch.

Heubach-Lautern. Tanzvorführung der „Dancing-Kids“ des Sportvereins, Spaziergang durch die Heide am Pfaffenberg, Baumschul-Besuch, Besichtigung der Jugendinitiative Lautern, Visite in der Schmiede und Finale am Dorfplatz. Dies ist nur ein kleiner Auszug des Besichtigungsprogramms, das die Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ am Dienstag in Lautern absolvierte.

Keine Frage, der 1300-Seelen-Flecken hat alle Trümpfe in Sachen Zusammenhalt ausgespielt und damit gepunktet. Ortsvorsteher Bernhard Deininger machte deutlich: „Es geht nicht um Gold, Silber oder Bronze, sondern um echte Dorfgemeinschaft.“ Und auf diese sei man in Lautern „echt stolz“, verdeutlichte auch Heike Hieber. Sie war eine der fünf Repräsentanten der Arbeitskreise, die für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Erläuterungen bot. Ihr gebiet umfasste Kultur und Soziales, während Georg Enssle auf wirtschaftliche Initiativen einging.

Der Ortsvorsteher selbst ging auf die Baugestaltung und Siedlungsentwicklung ein, während Steffanie Rieg in Sachen Grüngestaltung und Natur Erläuterungen bot. Gleich zu Beginn des Besuchs hatte Reinhard Müller eine Präsentation vorbereitet und Rainer Kühnhöfer ging auf den Punkt „Dorf in der Landschaft ein“. Den Auftakt machte die Vorsitzende von JiL, Anna-Lena Deininger, die alle Facetten der Jugendarbeit beleuchtete.

Mit von der Partie waren Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting sowie Ulrike Holl und Heidi Häffner vom Stadtbauamt. Bei den beiden Letzteren liefen alle Fäden zusammen, hier wurden auch die informativ gestalteten Plakate erstellt. Und diese nahmen die Kommissionsmitglieder am Dorfplatz ins Visier. Immer wieder wurde nachgehakt. Anerkennend wurde genickt, wenn Aktionen und Initiativen geschildert wurden, die es längst in Lautern gibt. Von der Jugend- bis zur Seniorenarbeit. Etwa auch bei der Tatsache, dass jeden Mittwoch ein Kaffeenachmittag von allen Vereinen und Organisationen sowie der Kirche im Wechsel in Eigenregie durchgeführt wird. Zusammenhalt statt konkurrierenden Angeboten zuhauf wurde angesprochen. Oder auch das Ziel, dass es einen Mittagstisch für Senioren geben soll. Vergleichbar mit dem Mittagstisch für Schüler. „Da sind wir gerade dran“, erklärte Heike Hieber.

Auch der Zusammenhalt und die Kooperation zwischen Schule und Vereinen trumpfte. Angesprochen wurde die Bläserklasse sowie die Sport-AG. Große Augen gab’s bei der Bewertungskommission in der Schmiede. Denn dort konnte man den beiden Schmieden Bernhard Eßwein und Hans Palzer über die Schulter blicken. Zudem gab es einen Besuch in der alten Molke, die ehrenamtlich saniert wird. Der Ortsvorsteher informierte, dass 2022 das Jubiläum des Sportvereins und der Historische Markt ausgerichtet wird. Für die Organisation laufen viele ehrenamtlichen Fäden zusammen. „Hier kennt man sich noch“, hatte zuvor Heike Hieber bekräftigt. Josef Strobel vom Landratsamt nannte Lautern ein „leuchtendes Vorbild und Beispiel für bürgerschaftliches Engagement und Zusammenhalt“.

Anja Jantschik

Der Kommission gehörten Hans-Peter Zaunseder (Gemeindetag), Ursula Moser (Landfrauen-Baden-Württemberg), Lucas Bilitsch (Denkmalamt), Waldemar Stahl (Verband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau) sowie Marc Calmbach (Regierungspräsidium) an.

Zurück zur Übersicht: Lautern

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare