Die heilige Familie in Mögglingen vor der Linse

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Heiner Knecht (li.) und Karl Hieber überreichen Renate Kapfer (li.) und Margret Reichert-Herrmann das Fotobuch.
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Karl Hieber und Heiner Knecht präsentieren Film und Fotobuch zum Weihnachtsweg.

Mögglingen. „Es ist wohl einzigartig, dass nach einer Gartenschau die unterschiedlichen Gärten auch noch im Winter eine große Besucherschar anziehen“, mutmaßt Karl Hieber augenzwinkernd. Womit er wahrscheinlich recht hat. Denn genau dies trifft auf Mögglingen zu. Allerdings kamen die Spaziergänger und Flanierer nicht, um blühende Floristik zu sehen. Nein, ihre Blicke blieben an insgesamt 24 unterschiedlichen Krippen haften.

Initiiert von Renate Kapfer und Margret Reichert-Herrmann, wurden schnell Mitstreiter gefunden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Den Mögglinger Weihnachtsweg gestalten. „Wir hätten nicht mit so einer tollen Resonanz gerechnet“, berichten die beiden Damen begeistert. Kindergärten, Schule, kirchliche Gruppen und private Gruppen sowie Vereine übten für diesen Weihnachtsweg den Schulterschluss. Die einzelnen Krippen wurden aus Holz, Rinde, Wurzeln, Moos und einigen Naturmaterialien mehr gebastelt. 800 Flyer wurden an den Darstellungen in wetterfesten Boxen für die Besucher angeboten. „Und die sind alle weg“, freuen sich die Initiatorinnen. Und noch etwas ist erfreulich: Es gab keinerlei Vandalismus. Die Krippen selbst wurden von den Erbauern, oder von den beiden Initiatorinnen letztlich in den Gärten und auf den Plätzen installiert. Ursprünglich war der Limesweg entlang des Waldes als Krippenweg auserkoren. Doch letztlich wurde der Weihnachtsweg im Ort realisiert.

Allerdings tat es Karl Hieber im Herzen leid, dass die Krippen bald wieder abgebaut, und somit wahrscheinlich deren Anblick in Vergessenheit gerät. Damit hatte er die gleichen Bedenken wie Heiner Knecht. Und so machten sich die beiden Mögglinger unabhängig voneinander ans Werk. Knecht grifft zur Kamera und filmte alle 24 Krippen in passendem Ambiente. Denn bei seinem Gang entlang der Darstellungen schneite es. Zu den Aufnahmen sprach Margret Reichert-Herrmann die Informationen auf den Film. Und Karl Hieber machte sich mit seinem Fotoapparat auf den Weg entlang der Krippen. So entstand ein Fotobuch, zu dem sich nicht nur Aufnahmen der einzelnen Krippen, sondern auch Mögglinger Ansichten sowie eine Karte, wie die einzelnen Krippen stehen, dazu. Beide Herren sorgten so dafür, dass der Weihnachtsweg visuell erhalten bleibt. Anja Jantschik

Das Fotobuch zum Weihnachtsweg mit 30 Seiten und 45 Bildern liegt in der katholischen Kirche St. Petrus und Paulus aus zum Betrachten. Wer Interesse hat, kann sich auf einer Bestellliste (20 Euro) eintragen.

Der neunminütige Film ist im Internet unter https://youtu.be/I3EUqBRIMJc zu sehen.

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