Nachtschwärmer schlecht dran

Mögglinger Nachtschwärmer haben nach 22.30 Uhr keine Chance mehr, mit dem Zug von Aalen nach Hause zu kommen. Daher wünscht sich der Gemeinderat eine bessere Zugverbindung.

Wenn ein Mögglinger ein Konzert in Stuttgart besucht, kann er auch des nachts noch mit dem Zug nach Hause fahren. Nicht so, wenn ein Mögglinger ein Konzert in Aalen besucht. Ab 22.30 Uhr fährt kein Zug. Diesen Umstand prangerte Bürgermeister Ottmar Schweizer in der Gemeinderatssitzung am Freitag an. Er kündigte an, dass es hierüber ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Aalen, Thilo Rentschler, und den Kollegen der Nachbarkommunen geben wird. "Denn das ist kein attraktives Angebot", stellte Schweizer fest. Im Rahmen des Nahverkehrsplans des Ostalbkreises war Mögglingen zu einer Stellungnahme aufgefordert. In der Gemeinderatssitzung wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass man unterm Strich ganz zufrieden sein könne. Allerdings gab es doch Themen, die sich in der Stellungnahme widerspiegeln werden. Wie Gemeinderat Michael Lang bemerkte, sei "die Busverbindung zwischen Essingen und Mögglingen nicht sehr toll", obwohl es Nachbargemeinden seien. Dazu informierte Bürgermeister Schweizer, dass 17 Schüler aus Mögglingen, Böbingen und Heubach die Gemeinschaftsschule in Essingen besuchen. "Und das, obwohl wir auch in Heubach eine Gemeinschaftsschule haben", war er überrascht. Weiter will man in der Stellungnahme ans Landratsamt Ostalb vorbringen, dass auf der Remsbahn der Stundentakt in beide Richtungen beibehalten werden soll. In Berufs- und Schulzeiten ein Takt von 30 Minuten. Zudem möchte man die in den vergangenen Jahren "ausgedünnte" Busverbindung Mögglingen – Heubach – Aalen wieder gestärkt wissen.

Mögglingen unterstützt Eule

Mögglingen.

Es bestand kein Diskussionsbedarf bei der Frage, ob sich Mögglingen mit einer jährlichen Finanzspritze am Angebot in der Wissenswerkstatt Eule in Schwäbisch Gmünd beteiligt. Einig waren die Gemeinderäte rund um Bürgermeister Ottmar Schweizer dafür. Der Gmünder Amtsleiter Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, und der Geschäftsführer der Technischen Akademie, Michael Nanz, stellten das Projekt in der Gemeinderatssitzung ausführlich vor. Zum Start der Landesgartenschau soll auch die Eule ihre Pforten öffnen. Diese Bildungseinrichtung hat das Ziel, Kinder von der Grundschule bis zum Gymnasium frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Themen zu interessieren, erläuterte Klaus Arnholdt. Beide Referenten informierten zudem über die Finanzierung der Eule. Darin sind 40 000 Euro einkalkuliert, die Kommunen aus dem Altkreis Gmünd zuschießen, um so zu erreichen, dass ihre Kinder kostenlos an Kursen und Projekten – auch in den Ferien – teilnehmen können. Der Schlüssel ergibt sich aus der Einwohnerzahl. Pro Kopf sind 50 Cent angerechnet. Was bei Mögglingen mit seinen 4168 Einwohnern einen Anteil von gerundeten 2000 Euro ergibt. Die Gemeinderäte stimmten zu. Somit ist Mögglingen die erste Gemeinde, die als Kooperationspartner mit im Boot sitzt. Worüber sich Arnholdt und Nanz sehr freuten und sich herzlich bedankten für dieses Zeichen der Solidarität. Gleich drei Kämmerer hatten am Sitzungstisch Platz genommen. Bernd Schweizer für den Abwasserzweckverband, Thomas Kiwus für die Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein und Karin Burkhardt für Mögglingen. Zur Vorbereitung der Verbandsversammlungen hagelte es Zahlen. Schließlich gaben die Räte sowohl an die Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein als auch an den Abwasserzweckverband Lauter-Rems grünes Licht, dass die Zahlen in den Verbandsversammlungen von ihren Vertretern akzeptiert werden. Ebenso einstimmig wurde der Mögglinger Etat 2014 mit einem Volumen von gut 12 Millionen Euro beschlossen – ohne Diskussion, da bereits beraten.

Anja jantschik

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