Provisorium soll helfen, bis der Neubau steht

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Aktuell gibt es in Mögglingen etwa 165 Plätze für Kinder ab drei und etwa 45 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Laut Gemeinde ist der Bedarf sowohl aktuell als auch perspektivisch höher. Helfen soll ein Neubau - und bis dahin eine provisorische Unterku
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In Mögglingen übersteigt der Bedarf das derzeitige Angebot. Die Gemeinde will zunächst eine Übergangslösung schaffen.

Mögglingen

Wie steht es um die Kinderbetreuung in der Gemeinde Mögglingen? Passen Bedarf und Angebot zueinander? Falls nicht, an welchen Stellschrauben kann und will die Stadt drehen? Bürgermeister Adrian Schlenker gibt Auskunft.

Herr Schlenker, wie viele Kindergartenplätze hat Mögglingen?

Adrian Schlenker: Aktuell gibt es in Mögglingen etwa 165 Plätze für Kinder ab 3 und etwa 45 Plätze für Kinder unter 3 Jahren. Ganz genau kann man das deswegen nicht beziffern, weil wir zum Teil Plätze haben, die ab zwei Jahren belegt werden können. Wird ein solcher Platz mit einem U3-Kind belegt, zählt dieses Kind doppelt. Man braucht also zwei solcher Plätze für ein Kind.

Reicht das?

Wir haben im aktuellen Jahr und auch perspektivisch einen deutlich höheren Bedarf. Im Prinzip fehlen uns zwei Gruppen für U3-Kinder, eventuell sogar drei und eine Gruppe für Ü3-Kinder. Weil man das eben so schwer abschätzen kann, planen wir aktuell mit einem Provisorium für zwei Gruppen U3 und eine Gruppe Ü3 und langfristig mit einem Neubau, der dieselbe Anzahl Gruppen beherbergt sowie Räumlichkeiten für eine weitere Gruppe, die dann flexibel als U3, Ü3 oder eventuell sogar zeitgemischt genutzt werden kann.

Damit ist der Bedarf gedeckt?

Wir hoffen, mit dem geplanten Provisorium den akuten Bedarf abzudecken und mit dem Neubau dann perspektivisch jedem Kind, das einen Betreuungsplatz möchte, auch einen anbieten zu können. Eine Komponente für ein entsprechendes Bevölkerungswachstum ist in unsere Bedarfsplanung jedenfalls eingerechnet.

Das Provisorium, werden das Container sein?

Ja, das könnte sich aus Containern zusammensetzen. Diese sind allerdings heutzutage qualitativ so hochwertig, dass man damit guten Gewissens eine Kinderbetreuung für alle Altersklassen anbieten kann. Anders würde es auch gar nicht funktionieren. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) als Genehmigungsbehörde stellt hier sehr strikte Vorgaben, die man bei einer Kinderbetreuungseinrichtung einhalten muss. Irgendwelche halbgaren Schnellschüsse sind hier also nicht möglich.

Wo sollen die Container hin?

Das wird sich noch herausstellen, wir prüfen hier aktuell die Optionen, von denen wir etliche haben. Es gab zu diesem Thema zwar auch schon immer wieder Diskussionen im Gemeinderat, auch zum Standort, aber noch keinen endgültigen Beschluss. Das wird kommen, sobald wir unsere Prüfungen abgeschlossen haben, und dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung ein stimmiges Gesamtkonzept vorlegen können.

Wann das sein?

So schnell es eben geht. Ich hatte ja schon ausgeführt, dass das eines unserer wichtigsten Projekte ist.

Wo soll der Neubau hin?

Auch dazu gibt es noch keinen endgültigen Beschluss. Das wird auch noch ein wenig länger in Anspruch nehmen, weil hierzu noch mehr Vorarbeit notwendig ist als für das Provisorium. Beispiel: Für einen Neubau benötigen wir einen Architekten. Bei der Größenordnung, die uns vorschwebt, werden wir hier eine Ausschreibung von Planungsleistungen vornehmen müssen, eventuell sogar europaweit. Das dauert.

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