So will Böbingen die Jugendlichen einbeziehen

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Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür, die Jugendforen in der geplanten Form abzuhalten. Diese könnten eine Vorstufe für einen Jugendgemeinderat sein.
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Zwei Jugendforen könnten den Weg für einen Jugendgemeinderat in Böbingen ebnen. Jugendtreff „Bäbo“ läuft gut.

Böbingen. Ein zweiter Kühlschrank, vielleicht. Aber sonst? Sie seien sie zur Zeit wunschlos glücklich, sagten Dennis Elmer und Moritz Frey. Die beiden berichteten dem Gemeinderat am Montag über den seit dem Sommer nach den Coronaeinschränkungen wieder laufenden Jugendtreff „Bäbo“ an der Römerhalle. Die Jugendlichen verwalten diesen selbstständig, also ohne Einbindung etwa eines Sozialarbeiters. „Das ist besser angelaufen als wir es uns vorgestellt haben“; berichteten die Jugendlichen. „Bisher läuft das wirklich super“; bestätigte Bürgermeister Jürgen Stempfle. Um darüber hinaus auch für Jüngere, also unter Sechzehnjährige, etwas anbieten zu können, soll es im „Bäbo“ künftig immer samstags bis 22 Uhr einen Treff geben. Auch dieser soll von den Jugendlichen selbst verwaltet werden. Für dessen Betreuung habe die Gemeindeverwaltung „vier tolle Mädels gefunden“, freute sich Stempfle: Auch diese, Eva Buck, Fee Diener, Nadine Ziller und Annika Fuchs, stellten sich am Montag kurz den Gemeinderäten vor. Auftakt dieses U16-Treffs im „Bäbo“ soll am Samstag, 26. November, sein.

Dr. Per Högerle betonte, es ganz wichtig, dass auch die jüngere Generation mit ihm Boot sei. Es gelte, nicht über, sondern mit ihnen zu entscheiden. An die Jugendlichen gewandt betonte Högerle: „Ihr seid nicht allein!“.

Manfred Gold lobte das Engagement und gab den Hinweis, dass sich die freiwilligen Betreuerinnen möglichst rasch „jemanden nachziehen“ sollten. „Ihr kennt die Leute, die verlässlich sind“, meinte Gold. Andreas Killer äußerte seinen „großen Respekt“ und bat die Jugendlichen, den zweiten Punkt auf der Tagesordnung auch noch zu verfolgen.

Denn: Außer funktionierenden Freizeitangebote sei die Verwaltung auch gehalten, Jugendliche angemessen in kommunalpolitische Entscheidungen einzubeziehen. Der Gemeinderat habe deshalb bei seiner jüngsten Klausur über die Einführung eines Jugendgemeinderats diskutiert. Ein solcher sei „perspektivisch ein gutes Instrument“, so Stempfle. Allerdings solle dieser den jungen Leuten nicht aufgedrückt werden, sondern vielmehr Wunsch der Jugendlichen selbst sein. Zunächst sollen deshalb zwei Jugendforen organisiert werden, auch hier zwei verschiedene für U16 am Samstag, 28. Januar, und für Ü16 tags zuvor am 27. Januar. Andreas Killer betonte, es sei wichtig, offen in diese Veranstaltungen reinzugehen. „Wir sollten erstmal zuhören und schauen, welche Themen für die Jugendlichen relevant sind.“ Das bekräftigte Manfred Gold: „Wir sollten niederschwellig anfangen, um zu sehen, was die Jugendlichen drückt“. Im Laufe der Zeit werde sich hier „mehr herausbilden“.

Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür, die Jugendforen in der geplanten Form abzuhalten. 

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