Guten Morgen :

Der politische korrekte Frosch 

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Bernd Müller

Bernd Müller über einen grünen Glücksfall, der etwas mit Bud Spencer gemeinsam hat

Das Internet“, wie man gern zusammenfassend sagt, kann in seinen besseren Momenten ziemlich kreativ, unkonventionell, gewagt sein. Unvergessen, wie sich in Gmünd einst eine stattliche Netz-Gemeinde hinter dem Namensvorschlag Bud-Spencer-Tunnel versammelt hat. In diesen Tagen kümmern sich die Online-Kreativen drüben in Amerika um die Frage, wer die nächste Oscar-Zeremonie moderieren soll. Ein Job, der begehrt ist, aber nicht ohne Fallstricke. Weil sich ein anderer Teil der Onlinemenschen damit die Zeit vertreibt, Promis und was sie irgendwann irgendwo von sich gegeben haben, akribisch auszuleuchten – besonders dann, wenn sie ins Rampenlicht rücken sollen. Wenn rauskommt, dass man vor 13 Jahren mal was gegen Unkorrektes über einen New Yorker Taxifahrer mit Migrationshintergrund gesagt hat oder sonst eine verbale Gemeinheit, ist der Job weg – ohne Gnade, ohne Verjährung. Weswegen eine Idee im Netz gerade viele Fans findet: Kermit, der Frosch, soll's machen. Ein klasse Kandidat, der alle Quoten politischer Korrektheit elegant umschifft. Der grüne Muppet-Star ist weder schwarz noch weiß, sieht total geschlechtsneutral aus und politisch nicht links, nicht rechts. Und auf Twitter schreibt er Sachen wie: „Happy New Year“. Ein Glücksfall in den Zerstrittenen Staaten von Amerika: ein Typ, den alle gut finden können. 

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