Die Pläne fürs Dorfhaus überzeugen nicht

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Visualisierung des geplanten Dorfgemeinschaftshauses. Quelle: Stadt

Welche Änderungen das Gremium von Rehnenhof/Wetzgau für das Gebäude wünscht.

Gmünd-Rehnenhof/Wetzgau. Nachdem der „Kuhstall“ im Himmelsgarten nicht mehr als öffentliche Einrichtung genutzt werden kann, soll der Ortsteil Rehnenhof/Wetzgau ein Dorfgemeinschaftshaus nördlich des Himmelsstürmers erhalten. Die von Ortsvorsteher Johannes Weiß am Freitag vorgestellten städtischen Planungen überzeugten den Ortschaftsrat allerdings nur eingeschränkt.

Dem im Beschlussantrag formulierten Neubau des Dorfgemeinschaftshauses mit thermischer Außenhülle anstatt des ursprünglich geplanten Kaltbaus sollte zugestimmt werden. Für den Ortsvorsteher unverständlich, sei doch bereits in der Mai-Sitzung des Ortschaftsrates ein Bau mit Heizung beantragt worden. Das Fassungsvermögen des Gebäudes sei zudem von ehemals 180 auf 100 Sitzplätze „geschrumpft“, stellte Weiß fest. Das Gebäude in Holzständerbauweise soll auf einem Holzgitterrost auf Einzelfundamenten stehen, um das fließende Wasser auf dem „gefälleartigen“ Teeruntergrund unter dem Gebäude durchzuführen. Dazu regte sich Widerstand bei Eduard Bertsch, der einem Holzfundament keine lange Haltbarkeit bescheinigt, zumal das Gebäude ganzjährig und bei jedem Wetter bespielt werden soll. „Wenn das Holz reißt, reißt auch der oben aufgebrachte Estrich“. Stefan Preiß stimmte Bertsch zu und forderte einen zusätzlichen Technikraum. Zudem sei das Gebäude eindeutig ein KfW40-Effizienzhaus und nicht wie laut Planung ein KfW-Standard 55, dies sei für eine bessere Bezuschussung wichtig.

Ute Schütte hätte gerne eine Überdachung bis zu den WC-Containern, diese würden allerdings aufgrund ihres maroden Zustands keinen Umzug mehr aushalten, mutmaßte der Ortsvorsteher. Gerhard Schwemmle fiel bei der Planung auf, dass nur ein WC vorgesehen sei, dies habe das Baurechtsamt bereits bemängelt, berichtete Weiß.

Das Gebäude wird von der Stadt mit Dach aufgestellt, für den Innenausbau ist der Ortsteil zuständig. Der Beschlussantrag wurde um die gewünschten Punkte ergänzt und soll so dem Bau- und Umweltausschuss zum Beschluss vorgelegt werden.

Angenehme Neuigkeiten hatte der Ortsvorsteher am Ende. Die Kolomanstraße soll noch in diesem Jahr „abschnittsweise“ saniert werden. Bis zur Sitzung war Weiß noch nicht bekannt, um welche Abschnitte es sich handeln soll.

Das Krautfest, als Saisonabschluss im Himmelsgarten findet statt - am Sonntag, 24. Oktober, ab 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Die Finanzierung einer 450-Euro-Stelle für die Seniorenarbeit im Ortsteil ist gesichert, bis Anfang November soll sie besetzt werden.

Die Firma Füchtner konnte jetzt den Warmwasseranschluss am Suppenstern im Himmelsgarten installieren, das Verfahren sie nicht „ganz einfach“ gewesen. Für Material und Aufwand wurden 500 Euro berechnet, den kompletten Betrag gab die Firma als Spende zurück an die Ortsverwaltung, für Weiß ein Grund sich öffentlich zu bedanken. aro

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