Corona und die Motivation

Echt! Ehrlich! Zieht die Laufschuhe an!

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Michael Länge
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Schockierend sind manche Zitate von Schülern, von denen Schulsozialarbeiter diese Woche den Stadträten erzählt haben. Auch wenn ich einzelne nicht teile: Dass jungen Menschen ihre Jugend genommen wird. Da braucht‘s schon eine andere Pandemie. Die uns erspart bleiben möge. Erschreckend aber sind Zitate zu fehlender Motivation, Ängsten, Depressionen.


Eltern wenden sich an Lehrer, sie sollten ihre Kinder motivieren. Echt jetzt? Hier braucht es einen realistischen Blick: Gute Lehrer machen das immer, auch ohne Corona. Und schlechte Lehrer werden das nicht besser machen, auch mit Corona.
Werfen wir einen Blick hinüber ins Museum. Dort gibt's eine Ausstellung nach der anderen. Nach dem „letzten Einhorn“ nun Judaica. Für Menschen, die nicht kommen dürfen. Danach Werke von Diane Herzogin von Württemberg. In Teilen im Freien. Oder Max Seiz in Prediger-Schaufenstern. Die Museumsmacher machen munter weiter. Machen, was geht.
Und, ganz ehrlich, es geht viel. Die Stadt Gmünd bereitet sich auf „Öffnen mit Sicherheit“ vor. Mit immer mehr Tests. Mit acht Teststationen. Parallel blüht uns allen die Notbremse. Beides ist richtig. Weil die Stadt dann vorbereitet ist, wenn die Zahlen wieder runter gehen. Und das werden sie.
Bis dahin: Nicht jammern. Machen, was geht. Ihm fehle der Sport. Wird ein Schüler zitiert. Das ist gut so. Denn Sport ist gesund und schafft Gemeinschaft. Der Schüler muss aber nicht auf alles verzichten. Auf die Gemeinschaft wohl noch eine Weile. Auf die Bewegung nicht: Laufschuhe anziehen, durch den Wald rennen. Allein. Ist gut für den Körper. Und für den Geist. Und zeigt dem Durchhänger die rote Karte. Michael Länge

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