Eine Spur führt nach Gmünd

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Die Polizei sucht Zeugen, die in den vergangenen Tagen im Gmünder und Göppinger Raum diesen Mini gesehen haben.

Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei suchen nach der Schießerei in Göppingen weitere Zeugen.

Göppingen / Gmünd. Nach den Schüssen Ende Mai in der Göppinger Schillerstraße liegen den Ermittlern jetzt erste Erkenntnisse vor. Aufgrund von ersten Zeugenaussagen nach der Tat konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen weißen Kleinwagen, aus dem mehrere Schüsse abgefeuert worden seien. An dem weißen Kleinwagen sei eine der Scheiben beschädigt, heißt es in der Erklärung weiter.Dies teilten am Donnerstag die Staatsanwaltschaft Ulm und das Ulmer Polizeipräsidium in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Schüsse fielen am Samstag, 29. Mai, kurz nach 22 Uhr in der Göppinger Schillerstraße nahe der Einmündung Öchslinstraße. Zeugen berichteten später der Polizei, dass die Schüsse aus einem weißen Kleinwagen abgefeuert wurden. Durch die Schüsse wurde ein 23-jähriger Mann schwer verletzt. Daneben wurden zwei Autos durch die Schüsse beschädigt.

Im Zuge der Fahndung fiel den Ermittlern ein schwarzer Mini auf, der im Gmünder Taubental auf dem Waldparkplatz stand. Die Polizei stellte das Auto sicher. Es wurde von einem Abschleppunternehmen aufgeladen und weggefahren. Erste Ermittlungen hätten eine Verbindung zu Personen ergeben, die in den Fokus der bisherigen Ermittlungen geraten waren. Die Polizei stellte das Fahrzeug am vergangenen Freitag abends sicher. Weitere Überprüfungen hätten zusätzliche Hinweise, erbracht, dass es sich um das mutmaßliche Tatfahrzeug handeln könnte.

Aufgrund der nun vorliegenden Erkenntnisse der Ermittler erließ das Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für Gebäude im Raum Göppingen und Mannheim, die dem 25-jährigen Nutzer des Mini sowie möglichen Zeugen zuzurechnen sind. Bei diesen Durchsuchungen wurden verschiedene Gegenstände sichergestellt, die jetzt noch ausgewertet werden müssen. Eine Schusswaffe wurde bislang nicht aufgefunden. Wie die Täter in den Besitz des Autos gelangten, ist derzeit noch nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen.

Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, wer die Schüsse abgefeuert hat. Deshalb bittet die Polizei weiter um Hinweise zu diesen Fragen:

- Wer hat am Samstag, 29. Mai, oder Sonntag, 30. Mai, das verdächtige Fahrzeug im Raum Göppingen gesehen? Der schwarze Mini fällt durch einen neonfarbenen Schriftzug und eine großflächige, neonfarbene, aufgeschnittene Limette auf.

- Wer hat in der Zeit von Sonntag, 30. Mai, bis Freitag, 4. Juni, das Fahrzeug zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd gesehen?

- Wer hat in oder bei diesem Auto Personen gesehen oder kann Personen mit diesem Wagen in Verbindung bringen?

- Wer kann sonst Hinweise geben?

Die Kriminalpolizei hat eine 40-köpfige Sonderkommission gebildet, um diese schwere Tat aufzuklären. Spezialisten sicherten am Tatort die Spuren. Die gesicherten Spuren müssen weiter ausgewertet werden. Die Ermittler erhoffen sich daraus wichtige Erkenntnisse, die zur Aufklärung der Tat führen könnten. Hinweise auf ein mögliches Motiv liegen den Ermittlern bislang nicht vor.

Hinweise erbittet die Kriminalpolizei Ulm unter der Telefonnummer (0731) 1880.

Mehr zum Thema: „Schießerei in Göppingen und „Suche nach Tätern“.

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