Gmünd bekommt 2024 seine erste Wasserstofftankstelle

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Gmünds erste Wasserstofftankstelle wird 2024 auf dem Gügling gebaut. Foto: Jan-Philipp Strobel
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Elektrolyseur Lhyfe und JET H2 Energy vereinbaren Lieferung von grünem Wasserstoff auf dem Gügling.

Schwäbisch Gmünd. Für Gmünds Wirtschaftsförderer Alexander Groll war's das „Who is who der Wasserstoffbranche“: Beim Informationstag der Stadt zum Thema Wasserstoff am Dienstag im Stadtgarten seien viele renommierte Unternehmen aus der Branche gewesen. Ganz konkret freute Groll sich über die Kooperation der französischen Firma Lhyfe, die im Technologiepark Aspen grünen Wasserstoff produzieren wird, mit der Firma JET H2 Energy, die auf dem Gügling Gmünds erste Wasserstofftankstelle bauen wird. Beide Unternehmen würden eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen, teilte am Mittwoch Guilia Baric für Lhyfe und JET H2 Energy mit. Die Wasserstofftankstelle wird eine von 250 solcher Tankstellen sein, die JET H2 Energy in Deutschland bauen will. Mit dem Bau will JET H2 Energy 2024 beginnen. Das Projekt markiere einen Meilenstein für die Stadt und verfolge den „ganzheitlichen Ansatz des schnellen Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft“, sagte Baric.

Die Firma Lhyfe aus dem französischen Nantes baut in Gmünd den ersten Elektrolyseur für den Technologiepark Aspen. Ein Elektrolyseur wandelt elektrische Energie in chemische um, dabei entsteht Wasserstoff als Energieträger. Ihre Vereinbarung zum Bau einer Zehn-Megawatt-Wasserstoffelektrolyseanlage, die täglich bis zu vier Tonnen grünen Wasserstoff produzieren kann, hatten Lhyfe und die Stadt Gmünd im Juni 2022 unterzeichnet. Der nächste Schritt ist der Bau der Wasserstofftankstelle auf dem Gügling. JET H2 Energy wird die Tankstelle selbst betreiben, Lhyfe wird den Wasserstoff dafür liefern. Dabei kündigte Groll an, dass Gmünd schon heute im Westen der Stadt den Bau einer weiteren Wasserstofftankstelle plant.

„Wir begrüßen, dass das Land Baden-Württemberg und die Stadt Gmünd ihre ambitionierten Ziele einer Wasserstoffinfrastruktur auf Basis erneuerbarer Energien umsetzen wollen“, teilte Luc Graré, bei Lhyfe zuständig für Zentral- und Osteuropa, am Mittwoch in einer Presseerklärung mit. Ende 2023 will Lhyfe den ersten Wasserstoff im neuen Werk auf dem Gügling zwischen Bosch und Leicht erzeugen. 2024 soll die Produktion richtig anlaufen. Der Strom für die Wasserstoff-Produktion soll durch vier Windräder auf Gmünder Gemarkung erzeugt werden, sagte Groll. Dafür sollen die Stadtwerke sorgen. Michael Länge

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